K+S investiert in vielfältige Maßnahmen zum Naturschutz und zur Erhalt der Artenvielfalt. Diese „Fischtreppe“ in der Werra für das Wehr im Bereich des Flusskraftwerkes Harnrode verbessert die Durchgängigkeit der Werra für Fische und Kleintiere.

Unsere Maßnahmen

Auf Grundlage der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung und der mit den Ländern Hessen und Thüringen sowie dem Runden Tisch abgestimmten Gesamtstrategie hat K+S den Umweltministerien beider Länder sein Integriertes Maßnahmenkonzept für das hessisch-thüringische Kalirevier vorgelegt. Es beschreibt detailliert die geplante Umsetzung der Einzelmaßnahmen zum Grundwasser- und Gewässerschutz einschließlich der Neuen Integrierten Salzabwassersteuerung.

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Die Weser erreicht nahezu Süsswasserqualität, Chloridgehalt pro mg/l

Die aus heutiger Sicht im Werk Werra (Standorte Hattorf, Wintershall und Unterbreizbach) geplanten Maßnahmen sind:

Herstellung eines Salzabwasserverbundes zwischen Thüringen und Hessen und Aufbau einer länderübergreifenden Neuen Integrierten Salzabwassersteuerung (NIS)

Die NIS zielt darauf ab, die bisherige Versenkung zu beenden. Zusätzlich wird eine Entlastung des Untergrundes durch Rückförderung von Salzlösungen möglich. Erster Schritt hin zur Realisierung der NIS ist der bereits beantragte länderübergreifende Salzabwasserverbund zwischen Thüringen und Hessen.

Bau einer Anlage zur kalten Vorzersetzung für Carnallitit

Am Standort Unterbreizbach (Thüringen) wird eine Aufbereitungsanlage zur Abtrennung von Magnesiumchlorid gebaut, um die Energieeffizienz des Lösebetriebes zu verbessern.

Umstellung der Nassgewinnung von Kieserit auf das trockene ESTA-Verfahren

Im Werk Werra kommt das trockene ESTA -Verfahren bereits bei der Herstellung verschiedener Produkte zum Einsatz. Zukünftig soll die noch bestehende „Kieseritwäsche“ auch durch das ESTA-Verfahren ersetzt werden. Hierdurch verringert sich das Salzwasseraufkommen um ca. 3,5 Mio. m3 pro Jahr.

Bau einer Lösungstiefkühlanlage für Salzlösungen

Im Produktionsprozess des Werks Werra fällt ein Teil der Salzlösungen (ca. 2,2 Mio. m3 pro Jahr) mit einer Temperatur von ca. 30 °C an. Durch Abkühlen dieser Lösung auf -10 °C gelingt es, den Gehalt an Kaliumchlorid und Magnesiumsulfat zu halbieren und diese Wertstoffe noch zu gewinnen.

Weiterentwicklung der Flotation

Eine verfahrenstechnische Weiterentwicklung der Kieseritflotation wird dazu beitragen, den Salzwasseranfall um ca. 0,5 Mio. m3 pro Jahr zu verringern.

Weitere Verbesserungen nach 2015

Mit dem umfangreichen Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz setzt K+S, auch nach Einschätzung des Runden Tisches „Gewässerschutz Werra/Weser und Kaliproduktion“, die nach heutigem Stand der Technik gegebenen Möglichkeiten zur Salzabwasser-Reduzierung um und geht damit zugleich an die Grenzen des wirtschaftlich Vertretbaren. Um die in der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung beschriebenen Ziele und die in der EU-Wasserrahmenrichtlinie formulierten Anforderungen über 2015 hinaus zu erfüllen, werden wir auch künftig in unseren Anstrengungen nicht nachlassen. Dazu gehört unter anderem die konsequente Fortsetzung der seit Jahren intensiv betriebenen Forschung und Entwicklung bei K+S. Schwerpunkte dieser Anstrengungen werden sowohl im bergbaulichen Bereich wie auch in der verfahrenstechnischen Aufbereitung und der Behandlung von Produktionsrückständen liegen. Besondere Aufmerksamkeit kommt in diesem Zusammenhang allen Fragen der Rückstandsvermeidung und -nutzung sowie dem umweltverträglichen Haldenbetrieb zu.

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