Bergbaulicher Rückstand

Die Reduzierung der Aufhaldung und Vermeidung von festen Rückständen ist bei K+S gruppenweites Ziel. Feste Rückstände fallen im Bergbau bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen an. Die Aufschüttung von Halden erfolgt unter Beachtung der jeweiligen Standortbedingungen und der Minimierung von Umweltauswirkungen durch Weiterentwicklung des Standes der Technik.

Umfangreiche Monitoring-Programme messen und beobachten mögliche Auswirkungen der Halden auf Wasser, Luft und Boden. Die daraus generierten Daten stehen den Genehmigungsbehörden jederzeit zur Verfügung. Außerdem erfolgen regelmäßige Befahrungen zur Überwachung des Haldenbetriebs. Über die Planung und Umsetzung der Maßnahmen werden die Behörden ausführlich informiert.

Zur langfristigen Sicherung der Kaliproduktion sind Erweiterungen der bestehenden Rückstandshalden erforderlich. Im Zusammenhang mit den Haldenerweiterungen sind umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Die Ausgleichsmaßnahmen umfassen langfristig ausgerichtete Projekte, um neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen bzw. bestehende aufzuwerten. Ersatzaufforstungen werden, wenn möglich, auf naturschutzfachlich minderwertigen Flächen durchgeführt, um landwirtschaftliche Nutzflächen zu schonen. Umfangreiche Artenschutzmaßnahmen werden durchgeführt sowie neue Habitate in angrenzenden Gebieten geschaffen. Stillgelegte mittelgroße Althalden werden im Rahmen unserer Althaldenstrategie sukzessiv abgedeckt, um langfristige Auswirkungen auf Natur und Umwelt zu vermeiden bzw. zu verringern.

Die Abdeckung und Begrünung der Halden stellt eine entscheidende Grundlage zur Reduzierung der salzhaltigen Abwässer für die Zukunft dar. Denn ohne die Haldenabdeckung fallen niederschlagsbedingt salzhaltige Wässer an, die in den Randgräben aufgefangen und entsorgt werden müssen. Eine Begrünung der Abdeckung steigert die Verdunstungsleistung der Haldenoberfläche deutlich, so dass sich die Haldenwassermenge um bis zu 80 Prozent reduziert.

Unsere Ziele bis 2030:

  • Ab dem Jahr 2030 ist K+S in der Lage jährlich drei Millionen Tonnen Rückstand für andere Zwecke als für die Aufhaldung zu verwenden. Dies soll über eine alternative Verwendung des Haldenmaterials und die Rückstandsvermeidung durch eine Erhöhung der Rohstoffausbeute möglich werden.
  • Bis 2030 wollen wir weitere 115 Hektar Haldenfläche abdecken und somit den Anfall von Haldenwässern weiter reduzieren bzw. vermeiden. Dies betrifft die Abdeckung von Halden, die zusätzlich zur heutigen Abdeckung (ca. 70 ha) aufgebracht wird. Im Jahr 2030 haben wir so insgesamt 225 ha Haldenfläche abgedeckt. Die abgedeckte Haldenfläche bezieht sich auf die für die Reduzierung der Haldenwässer relevante Aufstandsfläche der Halde.

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