Shaping 2030 – unsere Strategie

Im Oktober 2017 haben wir unsere neue Gruppenstrategie „Shaping 2030“ vorgestellt. Sie bringt das Unternehmen auf einen ambitionierten, robusten und nachhaltigen Wachstumskurs. Mit Shaping 2030 bauen wir auf unsere Kompetenz bei der Förderung und Verarbeitung von Mineralien und nutzen die Chancen globaler Megatrends. Daraus ergeben sich sowohl attraktive Wachstumsoptionen für das Bestandsgeschäft als auch in neuen Geschäftsfeldern, in denen unsere Fähigkeiten gewinnbringend eingesetzt werden können.

Kern der Strategie ist eine markt- und kundenorientierte Aufstellung des bis dato produktionsgesteuerten Unternehmens. Die Ausrichtung auf die vier Kundensegmente Agriculture, Industry, Consumers und Communities erfordert die konsequente Integration der Geschäftsbereiche Kali und Salz und ermöglicht zugleich die Hebung von Synergien. Das erklärte Ziel ist die neue „One K+S“. Diese Neuausrichtung ist das Ergebnis eines fundierten und umfassenden Analyseprozesses. Dabei wurden mögliche Strategieoptionen ohne Denkverbote geprüft. Mit Shaping 2030 fiel die Entscheidung auf die Portfoliooption mit dem höchsten Wertschaffungspotential bei gleichzeitig hoher Robustheit. Sie schließt ein klares Bekenntnis zu den Rohstoffen Kali und Salz sowie zur deutschen und internationalen Produktionsbasis ein.

 
 


Umsetzung der Strategie in 2 Phasen


1. Transformationsphase bis 2020

Bis 2020 werden wir uns entlang der Logik der vier Produkt-Markt-Segmente Agriculture, Industry, Consumers und Communities ausrichten und dadurch eine bessere Kundenansprache ermöglichen. Gleichzeitig wird dadurch das Produktportfolio systematischer entwickelt, insbesondere in Bezug auf hoch-margige Produkte.

Zudem werden wir die Geschäftsbereiche Kali und Salz im Sinne einer ‚One Company‘ stärker integrieren. Dies ist eine wichtige Voraussetzung zur Stärkung der Kundenorientierung und ermöglicht zudem die Hebung von Synergien. Hierfür wurden sieben Themenfelder identifiziert. Dadurch wird K+S einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von mindestens 150 Mio. € p.a. ab Ende 2020 erzielen.

Zudem wird das Unternehmen ab dem Jahr 2019 wieder einen positiven freien Cashflow generieren. Der Verschuldungsgrad (Net Debt/EBITDA) soll bis 2020 im Vergleich zu Anfang 2017 halbiert werden. Für das Jahr 2023 streben wir erneut die Erreichung des Investment-Garde-Ratings an.

Die konsequente Ausrichtung auf unsere Kunden und die Entwicklung des Unternehmens zur „One Company“ ist eine wichtige Veränderung. Dies bedeutet auch einen Kulturwandel, denn die Perspektive auf das Geschäft und die Art der Zusammenarbeit werden sich verändern.

 

2. Wachstumsphase 2020 bis 2030

Für die Wachstumsphase bis zum Jahr 2030 wurde eine strategische Roadmap mit Entwicklungszielen und starken Wachstumsoptionen entwickelt. Neben der Stärkung des operativen Ergebnisses soll die Abhängigkeit von externen Faktoren wie beispielsweise dem Wetter oder dem Weltmarktpreis für Kaliumchlorid (MOP) reduziert werden. Daher setzen die Wachstumsoptionen darauf, das Spezialitätengeschäft sowie angrenzende Geschäftsfelder wie z. B. Fertigation auszubauen. Auch regional wollen wir das Geschäft in wachstumsstarken Regionen wie Asien und Afrika erweitern. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eröffnet dieser klar beschriebene Wachstumskurs neue Entwicklungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Ambition: 3 Mrd. € EBITDA in 2030

Mit Blick auf die Zukunft haben wir für das Jahr 2030 eine anspruchsvolle Ambition: 3 Mrd. € EBITDA mit einer Kapitalrendite (ROCE) von mindestens 15 %. Gut zwei Drittel des dafür notwendigen Wachstums werden wir allein mit der Weiterentwicklung des bestehenden Geschäfts sowie der Optimierung von Organisation und Prozessen erreichen.

Mit dieser EBITDA-Ambition machen wir eine langfristige Wertperspektive deutlich, wenn die Organisation und das Geschäft konsequent weiterentwickelt werden.

 

Nachhaltigkeit als integraler Bestandteil der Strategie

Wir geben ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit ab und setzen uns ambitionierte Ziele, u. a. in den Bereichen Reduzierung von Salzabwässern und Arbeitssicherheit. So werden wir die Versenkung von salzhaltigen Prozessabwässern aus der Kaliproduktion in Deutschland bis Ende 2021 einstellen. Die Nachhaltigkeitsziele sind definiert und werden im Laufe des Jahres 2018 mit konkreten und messbaren Kennzahlen hinterlegt, um Fortschritte und Ergebnisse transparent zu machen. Nachhaltigkeit bedeutet für uns Zukunftsfähigkeit: weitere Informationen zur Nachhaltigkeit bei K+S.