REACH: K+S hat Dossiers eingereicht

K+S hatte im Jahr 2009 im Zuge der neuen Chemikalienverordnung REACH insgesamt 26 registrierpflichtige Stoffe, beispielsweise phosphathaltige Düngemittel, bei der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (EChA) in Helsinki vorregistriert. Für 16 dieser Stoffe mit einer Jahres-Produktionsmenge von jeweils mehr als 1000 Tonnen haben wir fristgerecht bis zum 30.11.2010 die entsprechenden Dossiers eingereicht. Aufgrund des erheblichen Aufwandes wurde hierbei – wie von der EChA vorgesehen – mit anderen Unternehmen zusammengearbeitet, die den gleichen Stoff registrieren lassen. Die EChA überprüft die Dossiers zurzeit auf ihre Vollständigkeit. Gibt es keine Beanstandungen, gilt die Registrierung als akzeptiert und die jeweilige Registriernummer wird vergeben.

Sechs weitere Stoffe mit einer Jahres-Produktionsmenge von 100 bis 1.000 Tonnen werden wir bis Mai 2013 registrieren lassen. Vier Stoffe, die wir vorsorglich vorregistriert hatten, sind mittlerweile für uns nicht mehr relevant.

Was ist REACH?

Am 1. Juni 2007 ist die neue europäische Chemikalienverordnung Nr. 1907/2006 (REACH) in Kraft getreten. Sie dient der Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemischen Stoffen. Daneben enthält REACH auch Regelungen zur Beschränkung von Stoffen und der Zulassung besonders besorgniserregender Stoffe.
Die Verordnung hat die Sicherstellung eines hohen Schutzniveaus für die menschliche Gesundheit und die Umwelt zum Ziel und soll dazu beitragen, nachhaltig das Vertrauen der Verbraucher und der Gesellschaft in die chemische Industrie zu stärken. Gleichzeitig soll REACH die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der europäischen Industrie verbessern und ihre Position auf den globalen Märkten festigen.

Sie sieht u. a. die Registrierung aller in der EU hergestellten bzw. in die EU importierten Stoffe mit einer Menge > 1 t/a vor. Im Rahmen dieser Registrierung muss die Sicherheit des jeweiligen Stoffes für alle identifizierten Verwendungen belegt werden. Dies geschieht durch Einreichen eines Registrierungsdossiers bei der neuen europäischen Agentur für chemische Stoffe in Helsinki (ECHA). Sie wird den Registrierungsprozess steuern und für Einheitlichkeit auf EU-Ebene sorgen.
Für die Registrierung der bereits am Markt befindlichen Stoffe sieht REACH Übergangsfristen von 3 1/2 bis zu 11 Jahre vor.