14. Oktober 2016

FUTURE FOOD FORUM 2016

Für eine Welt ohne Hunger

Auf Einladung von K+S kamen gestern Experten aus Politik und Wirtschaft, Fachleute aus der Entwicklungszusammenarbeit und Wissenschaftler in Berlin zum zweiten FUTURE FOOD FORUM zusammen. Sie berieten, wie das von den Vereinten Nationen ausgegebene Ziel, bis zum Jahr 2030 eine Welt ohne Hunger zu schaffen, erreicht werden kann. Zu den prominenten Rednern zählten Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus, Prof. Dr. Klaus Töpfer sowie Charles Ogang von der World Farmers Organisation.

„Vieles hat sich in den vergangenen Jahren bereits zum Positiven gewendet, die Zahl der Hungernden ist weltweit zurückgegangen“, skizzierte der Gastgeber der Tagung, K+S-Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner, die Ausgangssituation. Das Ziel sei allerdings noch nicht erreicht, denn noch immer hätten fast 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen. Zugleich wachse die Weltbevölkerung weiter und mit ihr der globale Bedarf an Nahrungsmitteln. „Weil wir bei K+S meinen, dass dies auch uns in Europa und in Deutschland etwas angeht, haben wir zum FUTURE FOOD FORUM nach Berlin eingeladen“, sagte Steiner.

Prof. Dr. Klaus Töpfer, früherer Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam und langjähriger Leiter des Umwelt-programms der Vereinten Nationen, erklärte, dass die Beseitigung des Hungers möglich sei. Zwar hätten Unheilspropheten wie beispielsweise der britische Ökonom Thomas Malthus (1766 – 1834) immer wieder behauptet, dass die Nahrungsmittelproduktion mit dem Anstieg der Weltbevölkerung nicht Schritt halten könne. „Doch Malthus hat nicht mit Liebig gerechnet“, sagte Töpfer. Der Chemiker Justus von Liebig (1803 – 1873) erkannte die Bedeutung von Kalidünger und revolutionierte damit die Landwirtschaft. „Um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern, ist auch künftig Erfindergeist erforderlich: Wir brauchen wissenschaftlich begründete sowie zugleich verantwortbare technologische Erkenntnisfortschritte.“

Charles Ogang, Präsident des ugandischen Bauernverbandes und zugleich Mitglied im Präsidium des Weltbauernverbandes, schilderte am Beispiel der gegenwärtigen Situation in Afrika, dass es noch großer Anstrengungen bedarf, um die Not vieler Menschen zu lindern. Besonders auf dem Land, wo der Schlüssel zur Lösung des Welthungerproblems liege, mangele es nach wie vor an Know-how und Infrastruktur, zudem seien die Ressourcen an fruchtbarem Boden und Wasser knapp. „Umso mehr kommt es darauf an, die Produktivität der Landwirtschaft weiter zu erhöhen“, sagte Ogang. Das sei in Afrika darstellbar, aber zugleich auch besonders anspruchsvoll, da die dortige Landwirtschaft hauptsächlich in der Hand von Kleinbauern liege.

Prof. Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger und Gründer der Grameen Bank, die für die Erfindung so genannter „Social-Business-“ und Mikrokredite steht, plädierte für mehr Unternehmertum zur Abwendung einer möglichen neuen Ernährungskrise. Am Beispiel der Geschichte seines Unternehmens berichtete er, wie es vor einigen Jahrzehnten nach einer Hungersnot in Bangladesch gelang, Millionen Menschen aus der Armut zu befreien. „Mehr Eigeninitiative in den von Krisen besonders gefährdeten Erdregionen ist notwendig, denn die großen Institutionen haben bislang nicht bewiesen, dass sie in der Lage sind, die grundsätzlichen Probleme unserer Welt wie Armut oder Hunger zu lösen“, so Yunus.

Zu den weiteren Referenten beim international hochkarätig besetzten FUTURE FOOD FORUM zählten unter anderem Bärbel Dieckmann (Präsidentin der Welthungerhilfe), Sara Nuru (Stiftung „Menschen für Menschen“), James Shikwati (Entwicklungshilfekritiker aus Nairobi/Kenia), der Dokumentarfilmer Valentin Thurn sowie Experten von der OECD, der GIZ und dem WWF. Darüber hinaus nahmen Agrarwissenschaftler und Praktiker aus Brasilien, Indien und Afrika an den Diskussionen teil.

Das FUTURE FOOD FORUM wird alle zwei Jahre im Vorfeld des Welternährungstages (16. Oktober) von der K+S Aktiengesellschaft veranstaltet und bringt Akteure aus der internationalen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Dabei konzentriert sich Aufmerksamkeit schwerpunktmäßig auf die Frage, wie der Kampf gegen den Hunger noch effizienter geführt werden kann, wie die internationale Entwicklungszusammenarbeit zu verbessern ist und welchen Beitrag die Land- und Ernährungswirtschaft mit modernen Produktionsmethoden und funktionierenden Distributionskanälen vor Ort leisten muss.

Als Düngemittelproduzent sieht sich K+S bei der Bewältigung des von der UNO ausgegebenen „Zero Hunger“-Ziels, nach dem der weltweite Hunger bis zum Jahr 2030 besiegt sein soll, auch selbst als Teil der Lösung. Denn die von K+S auf Basis von Kali und Magnesium hergestellten Düngemittel ermöglichen bei ausgewogener Anwendung erhebliche Ertragssteigerungen. Darauf wird es künftig mehr denn je ankommen, denn bis 2050 wird die pro Kopf zur Verfügung stehende Ackerfläche laut den Prognosen der UN Welternährungsorganisation FAO um fast ein Drittel absinken. Weltweit sind Landwirte daher gefordert, den zur Verfügung stehenden Boden optimal zu nutzen, um genügend Lebensmittel für eine stetig wachsende Weltbevölkerung produzieren zu können.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie aktuelle Pressefotos stehen Ihnen unter www.future-food-forum.de zur Verfügung.

Über K+S

K+S ist ein internationales Rohstoffunternehmen. Wir fördern und veredeln seit über 125 Jahren mineralische Rohstoffe. Die daraus hergestellten Produkte kommen in der Agrarwirtschaft, Ernährung und Straßensicherheit weltweit zum Einsatz und sind wichtige Komponenten für eine Vielzahl industrieller Prozesse. Die Nährstoffe Kali und Salz begleiten den Megatrend der Zukunft: Eine stetig wachsende Weltbevölkerung wird immer wohlhabender und strebt nach einem moderneren Lebensstandard, der einen zunehmenden Verbrauch an mineralischen Rohstoffen bedingt. Die deshalb steigende Nachfrage bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. K+S ist der größte Salzproduzent der Welt und gehört zur Spitzengruppe der internationalen Kalianbieter. Mit mehr als 14.000 Mitarbeitern erzielte K+S im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von rund 4,2 Mrd. Euro und ein EBIT von 782 Mio. Euro. Erfahren Sie mehr über K+S unter www.k-plus-s.com.

Michael Wudonig

Pressesprecher Konzernthemen

Telefon: +49 561 9301 1262
michael.wudonig@k-plus-s.com

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