22. April 2016

Richtfest für neue Aufbereitungsanlage

Mehr Wertstoffe, weniger Abwässer

Zug um Zug setzt K+S die Großprojekte für den Gewässerschutz um: nachdem das Ziel der Halbierung der Salzabwassermenge im Kaliwerk Werra auf 7 Mio. Kubikmeter pro Jahr bis Ende 2015 wie geplant erreicht wurde, entsteht nun am Standort Hattorf eine weitere Aufbereitungsanlage – die sogenannte Kainitkristallisation mit anschließender Flotation, kurz KKF-Anlage. Sie wird von 2018 an die Salzabwassermenge nochmals um 1,5 Mio. Kubikmeter jährlich reduzieren und auch zusätzliche Wertstoffe für die Produktion von Düngemitteln gewinnen.

"Heute ist ein guter Tag für das Kalirevier an der Werra. Nach der erfolgreichen Umsetzung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz steht die KKF-Anlage am Beginn des zweiten Teils eines Weges, der zu noch mehr Ausgleich von ökologischen, ökonomischen und sozialen Interessen hier in der Region führen soll. Wir schaffen damit eine weitere wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des heimischen Kalibergbaus – nicht nur für heute und morgen, sondern für die kommenden Jahrzehnte," sagte Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner anlässlich des Richtfestes für die neue Anlage.

Weiterer Meilenstein

Der Bau der KKF-Anlage markiert einen weiteren Meilenstein in den Bemühungen von K+S, das Flusssystem Werra-Weser im Sinne der Umwelt nachhaltig zu entlasten und zugleich die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze und Standorte im hessisch-thüringischen Kalirevier zu sichern.

Seit 2011 hat K+S dafür bereits 400 Mio. Euro investiert und im Rahmen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz die Salzabwassermenge auf jetzt 7 Mio. Kubikmeter/Jahr halbiert. Mit dem Bau der KKF-Anlage, die sowohl Bestandteil des mit der hessischen Landesregierung vereinbarten langfristigen Entsorgungskonzepts als auch der jüngst von der FGG Weser verabschiedeten Bewirtschaftungsplanung ist, setzt K+S diese Bemühungen fort und reduziert die Salzabwässer nochmals um gut 20 Prozent.

Noch bessere Nutzung der Ressourcen – weniger Abwasser

Die verfahrenstechnischen Grundlagen für die neue Aufbereitungsanlage wurden in mehrjähriger Entwicklungsarbeit im Analytik- und Forschungszentrum der K+S Gruppe sowie im Werk Werra zur Betriebsreife geführt. Das Verfahren bietet gegenüber den herkömmlichen Aufbereitungsverfahren den Vorteil, dass mit ihm aus Salzlösungen, die bisher nicht nutzbar waren und entsorgt werden mussten, u. a.  Wertstoffbestandteile gewonnen werden können. Das Ergebnis ist überzeugend: Die Abwassermenge des Verbundwerkes Werra wird um 1,5 Mio. auf insgesamt 5,5 Mio. Kubikmeter/Jahr reduziert und die Umwelt  jährlich um eine Salzfracht von insgesamt 500.000 Tonnen, davon rund 260.000 Tonnen verkaufsfähiges Kaliumchlorid und Magnesiumsulfat, entlastet.

Die neue Aufbereitungsanlage mit einem Investitionsumfang von insgesamt 165 Mio. Euro ist voll im Zeitplan. Sie soll Anfang 2018 ihren Betrieb aufnehmen. Mehr als die Hälfte der Firmen, die an ihrem Bau mitwirken, haben ihren Sitz in Nord- und Osthessen sowie in Thüringen.

Weitere Maßnahmen folgen

Intensiv arbeitet K+S daran, die Abwässer noch weiter zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten. Neben kontinuierlicher Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird derzeit die Abdeckung von Rückstandshalden erprobt. Dabei kann auf langjährige Erfahrungen am niedersächsischen Standort Sigmundshall zurück gegriffen werden. Verlaufen die Versuche zur standortangepassten Abdeckung und Begrünung positiv, so könnte die Maßnahme an den Halden des Werkes Werra ab etwa 2025 umgesetzt werden, so dass langfristig sehr viel weniger Salzabwässer anfallen würden.
 
Weiterhin geht eine Projektgruppe der Frage nach, ob salzhaltige Abwässer unter Tage entsorgt werden können, um so gegebenenfalls die Einleitmengen noch weiter zu reduzieren. Ein Ergebnis für dieses Projekt, für das es bisher weltweit in dieser Größenordnung noch keine Erfahrungen gibt, soll 2018 vorliegen.

Außerdem wird das Planungs- und Genehmigungsverfahren für eine Fernleitung an die Oberweser fortgesetzt, die ab 2022 in Betrieb gehen soll. Sie ist ein wesentlicher Eckpfeiler des langfristigen Entsorgungskonzeptes und Voraussetzung für die Verbesserung des Zustandes von Werra und Weser. Zugleich wird mit ihr die Versenkung in den Plattendolomit verzichtbar.

Hinweis an die Redaktionen

Weitere Informationen zum Projekt sowie aktuelle Pressefotos stehen Ihnen unter www.k-plus-s.com zur Verfügung.

Über K+S

K+S ist ein internationales Rohstoffunternehmen. Wir fördern und veredeln seit über 125 Jahren mineralische Rohstoffe. Die daraus hergestellten Produkte kommen in der Agrarwirtschaft, Ernährung und Straßensicherheit weltweit zum Einsatz und sind wichtige Komponenten für eine Vielzahl industrieller Prozesse. Die Nährstoffe Kali und Salz begleiten den Megatrend der Zukunft: Eine stetig wachsende Weltbevölkerung wird immer wohlhabender und strebt nach einem moderneren Lebensstandard, der einen zunehmenden Verbrauch an mineralischen Rohstoffen bedingt. Die deshalb steigende Nachfrage bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. K+S ist der größte Salzproduzent der Welt und gehört zur Spitzengruppe der internationalen Kalianbieter. Mit mehr als 14.000 Mitarbeitern erzielte K+S im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz in Höhe von rund 4,2 Mrd. Euro und ein EBIT von 782 Mio. Euro. Erfahren Sie mehr über K+S unter www.k-plus-s.com.

Ulrich Göbel

Pressesprecher deutscher Standorte/Gruppengesellschaften

Telefon: +49 561 9301 1722
ulrich.goebel@k-plus-s.com

Ulrich Göbel
Pressesprecher deutscher Standorte/Gruppengesellschaften

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