13. Mai 2009
Start in das neue Geschäftsjahr 2009
Ausgeglichenes Portfolio untermauert Kraft von K+S
- Sehr gutes Salzergebnis aufgrund eines überdurchschnittlich starken Winters
- Düngemittelnachfrage wie erwartet deutlich unter Vorjahr
- Umsatz mit 1.075,7 Mio. € um 11% unter dem Vorjahreswert
- Operatives Ergebnis erreicht 174 Mio. € (-23%)
- Bereinigtes Ergebnis je Aktie bei 0,74 € (Q1/08: 0,99 €)
- Ausblick für das Geschäftsjahr 2009 unverändert
„Unsere Salzaktivitäten sind für das Düngemittelgeschäft in die Bresche gesprungen – das ist im Vergleich zu unseren Wettbewerbern einzigartig! Auch wenn wir bei Umsatz und Ergebnissen im ersten Quartal die Spitzenwerte des Vorjahres nicht erreichen konnten, ist uns dank des ausgeglichenen Portfolios bei Düngemitteln und Salz dennoch ein durchaus zufriedenstellender Start in das laufende Geschäftsjahr gelungen“, sagt Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktiengesellschaft.
Sowohl in Westeuropa als auch an der nordamerikanischen Ostküste verlief das Auftausalzgeschäft im ersten Quartal aufgrund der überdurchschnittlich harten und lang anhaltenden winterlichen Witterung sehr gut. In einigen Märkten kam es sogar zu Lieferengpässen, die die K+S Gruppe mit gewohnt großer Produktionsflexibilität für sich nutzen konnte.
Das Düngemittelgeschäft war im ersten Quartal hingegen wie erwartet in beinahe sämtlichen Märkten von einer sehr geringen Nachfrage geprägt: Die Zurückhaltung der Landwirtschaft hielt trotz sich wieder stabilisierender Preise für Agrarprodukte auch vor dem Hintergrund der langen kalten Witterung auf der Nordhalbkugel an. Zudem war die Handelsstufe noch ausreichend bevorratet, und die Finanzkrise schränkte die Finanzierungsspielräume der gesamten Distributionskette ein.
Umsatz im ersten Quartal um rund 11% unter Vorjahr
Der Umsatz des ersten Quartals lag um 137,3 Mio. € unter dem Vorjahreswert und erreichte 1.075,7 Mio. €. Der mengen- und strukturbedingte Umsatzrückgang konnte durch positive Preis- und Währungseffekte nicht ausgeglichen werden. Eine annähernde Verdopplung des Umsatzes im Geschäftsbereich Salz konnte deutliche Umsatzrückgänge im Düngemittelgeschäft abmildern. Rund 60% des Konzernumsatzes wurden in Europa erzielt; mit 34 % entfiel der größte Umsatzanteil auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, gefolgt von Stickstoffdüngemitteln sowie Salz.
Operatives Ergebnis erreicht 174,0 Mio. € (-23%)
Das operative Ergebnis EBIT I erreichte im ersten Quartal 2009 174,0 Mio. € nach 226,3 Mio. € im Vorjahresquartal. Die Verfünffachung des Ergebnisses im Geschäftsbereich Salz konnte die Ergebnisrückgänge in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel deutlich abmildern.
Bereinigte Ergebnisse vor und nach Steuern unter Vorjahr
Das bereinigte Ergebnis vor Steuern erreichte im ersten Quartal 165,6 Mio. €; gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 58,4 Mio. € bzw. rund 26%. Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern lag im ersten Quartal mit 122,5 Mio. € knapp 25% unter dem Niveau des Vorjahres (Q1/2008: 162,6 Mio. €).Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag im Berichtsquartal bei 0,74 € und damit 0,25 € unter dem Vorjahreswert (0,99 €).
Ausblick für das Geschäftsjahr 2009 unverändert
Die seit Mitte 2008 im Zuge der Finanzkrise stark gefallenen Preise für Agrarprodukte haben sich im ersten Quartal 2009 wieder auf einem Niveau stabilisiert, das inzwischen spürbar über den langjährigen Notierungen liegt, jedoch weiterhin nicht die fundamentalen Gegebenheiten auf den Agrarmärkten widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund ist nach wie vor zu erwarten, dass die Nachfragezurückhaltung bei Düngemitteln bis Mitte des Jahres deutliche Spuren in den Absatzmengen der internationalen Düngemittelproduzenten hinterlassen wird. Im zweiten Quartal sollten die in der Zwischenstufe noch vorhandenen Lagerbestände an Düngemitteln jedoch soweit verringert werden, dass für das zweite Halbjahr wieder von einer sich normalisierenden Düngemittelnachfrage auszugehen sein sollte.
Im Salzgeschäft sollte das kommende Frühbezugsgeschäft durch den harten Winter 2008/09 begünstigt werden. Auch im vierten Quartal wird das Salzgeschäft maßgeblich von der winterlichen Witterung beeinflusst sein. Dabei geht K+S sowohl für den europäischen als auch für den nordamerikanischen Markt von mittleren langjährigen Absatzwerten aus.
Auf der Basis des sich im Verlauf des ersten Quartals abzeichnenden Preisniveaus für Kali- und Magnesiumprodukte geht K+S für das Gesamtjahr 2009 von einem gegenüber dem Vorjahr spürbar höheren Durchschnittspreisniveau aus. Allerdings erwartet K+S ein deutlich niedrigeres Absatzniveau, durch das der vorgenannte Preiseffekt in etwa kompensiert wird. Während der Umsatz des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel vor allem angesichts substantieller Preisrückgänge deutlich rückläufig sein wird, erwartet K+S im Geschäftsfeld Salz hingegen ein deutlich höheres Umsatzniveau aufgrund des guten Starts im neuen Jahr beim Auftausalzgeschäft.
Insgesamt dürfte der Umsatz der K+S Gruppe im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr spürbar zurückgehen. Der Umsatzprognose ist für das Jahr 2009 ein durchschnittlicher US-Dollarkurs von etwa 1,30 USD/EUR (2008: 1,47 USD/EUR) zugrunde gelegt.
Die Kosten der K+S Gruppe dürften im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zurückgehen: Beim Personalaufwand erwartet das Unternehmen, dass die Mehrkosten aus der jüngsten Tariferhöhung und einem leichten Personalaufbau die aus der Kurzarbeit resultierenden Einsparungen moderat übersteigen werden. Die Energiekosten sollten dagegen preis- wie mengenbedingt ein niedrigeres Niveau erreichen als im Vorjahr. Entlastungen sieht K+S auch bei den Material- und Frachtkosten, während die Abschreibungen im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen sollten.
Das operative Ergebnis EBIT I schätzt K+S für das Geschäftsjahr 2009 daher im Vergleich zum Spitzenwert des Vorjahres deutlich niedriger ein. Dies hängt in erster Linie mit dem bereits beschriebenen rückläufigen Absatzniveau im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte zusammen. Auch ein im Vergleich zum Vorjahr stärkerer US-Dollarkurs und ein höheres Salzergebnis führen nicht zu einer Änderung dieser Einschätzung.Auch das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2009 deutlich niedriger ausfallen.
Wachstum erleben
Die K+S Gruppe gehört weltweit zur Spitzengruppe der Anbieter von Spezial- und Standarddüngemitteln, von Pflanzenpflege- sowie Salzprodukten. Mit ihren Produkten und Marken bietet K+S ihren Kunden ein bedarfsgerechtes Leistungsangebot, das in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Grundlagen für Wachstum schafft. Die K+S Gruppe beschäftigt mehr als 12.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2008 einen Umsatz von knapp 5,0 Mrd. €. K+S ist an allen deutschen Börsen notiert (ISIN: DE0007162000, Kürzel: SDF) und im Aktienindex DAX® gelistet.
Hinweis für die Redaktionen
Diese Presseinformation sowie den Quartalsfinanzbericht Q1/09 können Sie auf unserer Website www.k-plus-s.com abrufen. Darüber hinaus können Sie dort die Rede von Norbert Steiner, Vorsitzender des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft, auf der heute in Kassel stattfindenden Hauptversammlung ab 10.00 Uhr live verfolgen; der Vortrag steht Ihnen dort ebenfalls zur Verfügung.
Conference Call mit Analysten
Anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen des ersten Quartals 2009 werden am 14. Mai 2009 Norbert Steiner, Vorstandsvorsitzender, sowie Joachim Felker, Mitglied des Vorstands der K+S Aktiengesellschaft, Fragen der Analysten in einem Conference Call beantworten. Sie können ab 15.00 Uhr diesen Conference Call live im Internet unter www.k-plus-s.com oder aber per Telefon unter der Einwahl +49.40.37707.9033 mitverfolgen.
