11. November 2008
Tiefenmonitoring Gerstungen
Weitere Beobachtungsbohrung soll Erkenntnisse über Grundwasserqualität vervollständigen
Nachdem die amtliche Auswertung der Beprobung der Tiefbohrung Gerstungen 1/2008 vorliegt, zeigt sich, dass im tiefen Unteren Buntsandstein ein lokal begrenzter Einfluss von Salzlösungen aus der Kaliproduktion auf das salzhaltige Formationswasser festzustellen ist. Die Trinkwasserhorizonte sind hiervon nicht betroffen.
Um Klarheit über die Genehmigungsfähigkeit einer zeitlich und mengenmäßig begrenzten Versenkung von Salzwässern in den Plattendolomit der Gerstunger Mulde zu bekommen, ist es nach Einschätzung von K+S erforderlich, mit einer weiteren Beobachtungs-bohrung Eigenschaften und Zusammensetzung der höheren Grundwasserschichten zu untersuchen.
K+S will zur Vorbereitung eines entsprechenden Antrags unverzüglich in Gespräche mit den Aufsichts- und Fachbehörden in Thüringen eintreten. Ziel des Unternehmens ist es, unter Gewährleistung des Trinkwasserschutzes die Option einer weiteren begrenzten Versenktätigkeit aufrecht zu erhalten. Dies würde für die Kaliproduktion am Standort Unterbreizbach die erforderliche Entsorgungssicherheit bieten, bis die im Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz geplante Eindampfanlage in Betrieb geht. Ab diesem Zeitpunkt wird Unterbreizbach in der Lage sein, ohne Versenkung oder Ableitung von Salzwasser in die Werra produzieren zu können.


