12. April 2010

Azubi-„Offensive“ im Werk Werra

Verstärkte Kooperation mit Schulen und Job-Coaches

"Wir haben den demografischen Wandel schon bei der Bewerbung für den Ausbildungsjahrgang 2010 zu spüren bekommen", erklärt Werksleiter Peter Euler. "Die immer geringer werdende Zahl an geeigneten Nachwuchskräften erfordert unseren Einsatz als Ausbildungsbetrieb." Jährlich stehen im Werk Werra etwa 80 Ausbildungsplätze zur Verfügung; die Mehrheit der Auszubildenden findet nach erfolgreicher Abschlussprüfung auch einen Arbeitsplatz an einem der drei Produktionsstandorte des Werkes. Man müsse sich schon früh geeigneten Nachwuchs sichern, um auch in Zukunft gewohnt hochwertige Arbeit leisten zu können, so der Werksleiter.
Aus diesem Grund hat das Werk Werra in der Vergangenheit seine Beziehungen zu Schulen im Standortumfeld, wie zum Beispiel zur Werratalschule in Heringen, ausgebaut. Neue Kontakte wurden zum Johann-Gottfried-Seume-Gymnasium im thüringischen Vacha und zur Blumensteinschule im hessischen Obersuhl geknüpft. Beide haben jetzt Kooperationsabkommen mit dem Werk geschlossen. In den Vereinbarungen sind Betriebsbesichtigungen und Präsentationen der Ausbildungsberufe in den Schulen geregelt. Im Gegenzug bieten die Schulen dem Werk personelle und inhaltliche Unterstützung bei Veranstaltungen. So begeisterte das Seume-Gymnasium bereits im Dezember mit musikalischen Darbietungen bei der Weihnachtsfeier der Auszubildenden.

Schüler auf Arbeitswelt vorbereiten

"Beide Seiten profitieren von diesen Kooperationen", ist sich Euler sicher. "Wir können die jungen Menschen für unser Unternehmen und unser Ausbildungsangebot gewinnen und die Schulen können ihre Schüler mit unserer Hilfe auf die Arbeitswelt vorbereiten." Immer mehr Schulen sind sich dieser Verantwortung bewusst und entwickeln eigene neue Konzepte, um den Schülern neben den üblichen Lehrinhalten auch die Erfordernisse von Ausbildung und Beruf zu vermitteln. Sowohl die Blumensteinschule wie auch das Seume-Gymnasium leisten darin gute Arbeit. Beide wurden als berufswahlfreundliche Schulen ausgezeichnet; als größter Arbeitgeber der Region mit zehn verschiedenen Ausbildungsberufen ist das Werk Werra für sie deshalb ein attraktiver Partner.

Enger Schulterschluss mit Job-Coaches

Im Zuge der verstärkten Zusammenarbeit haben sich auch intensive Kontakte zu so genannten Job-Coaches im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ergeben. An fünf Schulen im Kreis beraten sie, finanziert vom Landkreis, Jugendliche bei Berufsorientierung und Berufswahl. "Die Zusammenarbeit mit den Schulen bekommt mit den Job-Coaches eine ganz neue Qualität", freut sich Kerstin Staudtmeister, Leiterin Ausbildung im Werk Werra. "Mit ihrer Hilfe können wir viel enger und zielgerichteter geeignete junge Menschen ansprechen als etwa auf Berufsmessen." An den Schulen ermitteln Job-Coaches die Vorlieben der Schüler und vermitteln sie in Praktika, die für die spätere Berufswahl eine immer wichtigere Bedeutung erlangen.
Am 13. April sind die Job-Coaches des Landkreises Hersfeld-Rotenburg ins Werk Werra eingeladen. Sie sollen das Werk und die verschiedenen Berufsfelder kennenlernen, damit sie anschließend zielgerichtet Leute ansprechen können, ein Praktikum hier zu absolvieren. "Wir wollen besonders unsere Chemikantenausbildung bewerben", verrät Staudtmeister, "denn da haben wir derzeit zu wenige männliche Bewerber."

Kerstin Staudtmeister

Leiterin Ausbildung Werk Werra

Telefon: +49 6620 79 4114
kerstin.staudtmeister@kali-gmbh.com

Kerstin Staudtmeister
Leiterin Ausbildung Werk Werra

K+S KALI GmbH
Werk Werra
Hattorfer Str.
36269 Philippsthal (Werra)
Deutschland

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kerstin.staudtmeister@kali-gmbh.com

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