9. April 2019

K+S hautnah

Gastbeitrag: Glück auf! Wir sind die AG Grubenwehr.

Logo_AG GrubenwehrHeute übernehmen wir den K+S Blog und stellen uns vor. Die Idee dazu kam nach der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages am 10. Januar 2019 auf der ORTE (Firmenkontaktmesse) an der TU Bergakademie Freiberg. Dort haben wir uns zum Ziel gesetzt auf dem jeweils anderen Blog einen Gastbeitrag zu verfassen und nun ist es endlich soweit.

Aber jetzt erstmal zu uns: Wir teilen zwar beide das Kürzel „AG“, bei uns hat dies allerdings eine andere Bedeutung: Wir, die AG Grubenwehr sind eine studentische Arbeitsgemeinschaft innerhalb des Studentenrates (StuRa) an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg in Sachsen. Die Mitglieder dieser Arbeitsgemeinschaft sind Mitarbeiter/innen und Studierende verschiedener Semester und Studienrichtungen, darunter (zumeist) Bergbau, aber auch z.B. Geologie, Maschinenbau/Aufbereitungstechnik oder Studienfächer mit dem Hintergrund BWL.

 

Was ist überhaupt eine Grubenwehr?

Übung in Denver

Im Allgemeinen ist eine Grubenwehr die Kombination aus Feuerwehr und Rettungsdienst in rohstoffgewinnenden Betrieben. Dieser freiwillige Zusammenschluss von Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen erhält eine spezielle Zusatzausbildung, um auf verschiedene Szenarien reagieren zu können. Die Grubenwehr wird alarmiert, wenn es zu besonderen Ereignissen kommt, die nur mit spezieller Ausrüstung oder Erfahrung gelöst werden können. Zu diesen Ereignissen gehören zum Beispiel das Finden vermisster Personen, die Brandbekämpfung unter Tage oder auch die Versorgung verletzter Personen. Gegründet wurde die Arbeitsgemeinschaft Grubenwehr im April 2017. Seitdem wächst die Anzahl engagierter Mitglieder. Momentan sind wir circa 30 Personen. Den Vorstand bilden die Studenten Alfred Geers, Robin Heringer und Tim Nagerski. Das Hauptziel der Arbeitsgemeinschaft lässt sich darin beschreiben, elementare Grundlagen im Grubenrettungswesen, wie z.B. die Aufgabenaufteilung im Grubenwehrtrupp oder Funkdisziplin, zu erlernen, zu vertiefen und anzuwenden. Damit wollen wir uns selbst für mögliche Ereignisse und Extremsituationen im späteren Arbeitsleben bestmöglich vorbereiten und schulen.

Betätigungsfelder der Arbeitsgemeinschaft sind dabei:

  • Theoretische Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bergbau und Spezialtiefbau,
  • Praxisnahe Übungen in enger Absprache mit der Industrie oder im Lehr- und Forschungsbergwerk der TU Bergakademie Freiberg,
  • Gemeinsames Sporttreiben und Teilnahme an Wettbewerben sowie
  • Die Vernetzung mit anderen Hochschulen mit Bergbauschwerpunkt.

Eine Verbindung zwischen den Studierenden und K+S ist an unserer Universität in vielerlei Hinsicht bereits vorhanden. So halten verschiedene Führungskräfte oder Mitarbeiter hier an der Universität Gastvorträge und Vorlesungen zu bestimmten bergbaulichen Prozessen und Aufgaben. Als einer der größten Vertreter für den Übung in der Asse (Forschungsbergwerk)Bergbau, im Besonderen den Bergbau unter Tage, wird die K+S mit ihren Standorten häufig als Beispiel für verschiedene Abbautechnologien im Rohstoffbereich Salz genannt. Auch werden studentische Veranstaltungen, wie z.B. die Teilnahme an der World Mining Competition in Kanada, unterstützt.

Worin besteht jetzt genau das Potential der Kooperation?

In Zukunft können durch die gemeinsame Kooperation bestehende Verbindungen weiter verstärkt werden. Für uns Studierende bedeutet es die Überwindung einer besonderen Hürde, denn die Kooperation beinhaltet die Ausführung einer begrenzten Anzahl von G26-3 Untersuchungen. Diesen medizinischen Check, der Personen zum Tragen von Atemschutz überhaupt befähigt, konnten die meisten Mitglieder oft nicht durchführen lassen. Mit einer 

Eine Übung ist das Anlegen von KreislaufatemgerätenBergwerksbefahrung verknüpft kann die G26-3 Abnahme das Arbeitsspektrum und die Attraktivität der Arbeitsgemeinschaft weiter steigern sowie unsere Befähigungen und Schlagkraft deutlich voranbringen. Zwar ist das Anlegen von Kreislaufatemgeräten nur unter Begleitung eines Oberführers und unter Aufsicht des Instituts gestattet, jedoch legt die AG Grubenwehr mittlerweile sehr häufig den Grundstein für weiterführende Konzepte in der studentischen Ausbildung im Grubenrettungswesen. Diese Ausbildungskonzepte wurden in den letzten Jahren an der TU Bergakademie Freiberg unter Beteiligung verschiedener Grubenwehren sowie dem Institut für Rohstoffabbau und Spezialverfahren unter Tage unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Mischo aufgebaut.


Darüber hinaus hoffen wir als Arbeitsgemeinschaft, dass wir K+S durch unsere freiwillige Fortbildung sowie unser Engagement, z.B. in Praktika, positiv auffallen oder dass wir in Form einer Abschlussarbeit einen Beitrag für K+S leisten können. In diesem Zusammenhang ist der Wechsel von der K+S zur Hochschule und umgekehrt nicht unüblich. So absolvieren einige Bergbautechnologen nach ihrer AusbildungBarbarakellertreff ein Studium oder Studierende beginnen nach ihrem Abschluss eine Trainee-Zeit im Unternehmen. Für beide Fälle bietet die Arbeitsgemeinschaft eine Plattform, um sich auszutauschen und sich über aktuelles Geschehen und Chancen auf dem Laufenden zu halten.

Wir freuen uns über die Unterstützung und verbleiben mit einem donnernden "Glück auf!" aus Freiberg.

Vielen Dank an die AG Grubenwehr für diesen spannenden und interessanten Beitrag. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit euch! Glück auf euer HR Marketing Team!

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