18. Januar 2019

K+S hautnah

In den Schuhen eines Steigers

Manuel, kannst du dich kurz vorstellen?

Mein Name ist Manuel. Ich bin 28 Jahre alt und seit 2006 für das Unternehmen tätig. Derzeit bin ich in der Grube Hattorf Wintershall als Steiger eingesetzt. Ich begann mit 16 Jahren meine Lehre als Bergmechaniker (heißt heute: Bergbautechnologe). Nachdem ich diese im Jahr 2010 abgeschlossen hatte, bildete ich mich regelmäßig weiter. Im Rahmen dessen erlangte ich beispielsweise auch die Sprengberechtigung. Nachdem ich ein paar Jahre Berufserfahrung sammeln konnte, erhielt ich die Chance, die Fachschule für Wirtschaft und Technik in Clausthal-Zellerfeld zu besuchen. Nach Abschluss der zweijährigen Technikerausbildung, kehrte ich an das Werk Werra zurück, wo ich seither tätig bin.

Was sind deine Aufgaben als Steiger?Steiger_1

Die Aufgaben eines Steigers sind sehr vielseitig. Grundsätzlich trägt man als Aufsichtsperson die Verantwortung für einen bestimmten Grubenteil und die entsprechend zugeordneten Mitarbeiter. Dabei ist die zentrale Aufgabe die Koordination und Unterweisung der Bergleute. Ich habe dafür Sorge zu tragen, dass bei Schichtbeginn alles zur Arbeit Notwendige zur Verfügung steht, insbesondere das Personal und die Maschinen.

Der Ablauf der Aufgaben erfolgt täglich grundsätzlich nach einem ähnlichem Muster: Bevor ich in die Grube einfahre, halte ich zunächst Rücksprache mit dem aufsichtsführenden Kollegen der vorhergehenden Schicht. Das ist die sogenannte Übergabe. Dabei hat der Kollege protokolliert, welche Aufgaben bereits in seiner Schicht erledigt werden konnten und was noch ansteht. Auf dieser Grundlage plane ich dann den Ablauf meiner Schicht. Ich kann daraus ableiten, welche Maschinen für die anstehenden Arbeiten benötigt werden und wie ich die Mitarbeiter entsprechend einteile. Die Anzahl der Mitarbeiter einer Arbeitsschicht variiert dabei regelmäßig. Dieser Umstand ergibt sich aus dem entsprechend anstehenden Arbeitspensum. Sobald ich dieses erfasst habe, fahre ich mit meinen Kollegen unter Tage. Dort erfolgt die Zuweisung der Mitarbeiter zu den entsprechenden Maschinen und die Mitteilung über das jeweilige Einsatzgebiet. Im Laufe der Schicht fahre ich mit meinem Jeep die einzelnen Arbeitsorte ab, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist.

Neben der Koordinierung der bergmännischen Arbeiten, gehören unter anderem auch die Kontrolle des Risswesens sowie die Einhaltung der Arbeitssicherheit zu meinen Aufgabenschwerpunkten.

Warum hast du dich gerade für diesen Werdegang entschieden?

Für den Bergbau habe ich mich schon immer sehr interessiert. An meinem jetzigen Aufgabengebiet gefällt mir vor allem die täglich neue Herausforderung, da selten ein Tag, wie der andere ist. Dementsprechend muss auf unterschiedliche Situationen reagiert werden – manchmal auch ganz kurzfristig. Hierfür muss man stets die Verantwortung übernehmen.

Du hast eben gesagt, dass es täglich neue Herausforderungen gibt. Kannst du näher auf diese eingehen und beschreiben, was dies für deine Arbeit bedeutet?

Wie in jedem Beruf, gibt es auch im Berufsbild des Steigers herausfordernde Aufgaben. Dies macht die Arbeit für mich jedoch aus und es bleibt spannend. Herausforderungen ergeben sich grundsätzlich bereits aus der Beschreibung meines Tätigkeitsfeldes. Die Koordination, Organisation und die Arbeit mit Menschen gefallen mir dabei sehr.

Steiger-1Die Herausforderung speziell für meinen Job besteht in dem täglichen, teils kurzfristigen Treffen verantwortungsvoller Entscheidungen und die Kommunikation dieser an die Mitarbeiter. Ich muss dabei immer berücksichtigen, meine Mitarbeiter zu motivieren, zu fördern und zu fordern.

Was sollten Personen mitbringen, die sich für eine Tätigkeit als Steiger interessieren?

Zunächst ist natürlich die Ausbildung zum Bergbautechnologen zu empfehlen. Hinzu kommen entsprechende Berufserfahrungen. Ratsam ist dabei Interesse an der Arbeit selbst sowie auch ein Stück weit Leidenschaft für das Berufsfeld und den Bergbau mitzubringen. Für die Entwicklung zum Steiger sind Fähigkeiten, wie Verantwortungs- und Fortbildungsbereitschaft sinnvoll. Die Aus- und Weiterbildung bei K+S ist wirklich sehr gut. Ich bin dabei jederzeit entsprechend unterstützt worden, worüber ich mich sehr freue.

Vielen Dank Manuel für das nette Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß bei deiner Arbeit und alles Gute!

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