4. Dezember 2018

K+S hautnah

Die Legende der heiligen Barbara - Die Schutzpatronin im Bergbau

Die heilige BarbaraWer ist die heilige Barbara?

Der Legende nach lebte die heilige Barbara vor etwa 1800 Jahren. Sie hatte den Wunsch den christlichen Glauben anzunehmen, doch ihr Vater setzte alles daran dies zu verhindern und sperrte sie in einen Turm. Barbara jedoch blieb standhaft, hielt an ihrem Glauben fest und ließ sich vom heiligen Geist erleuchtet taufen. Als ihr Vater davon erfuhr, flüchtete sie vor ihrem wütenden Vater und genau dann öffnete sich wie durch ein Wunder ein Felsen, der ihr Schutz bot. Es ist nich bewiesen, aber es ist eine schöne Legende, die bis heute einen hohen Stellenwert im Bergbau besitzt und den Menschen Kraft gibt. Sie gilt als Symbolfigur für Standfestigkeit und eine aufrechte Haltung und als Schutzpatronin, die auch in schwierigen Zeiten als Vorbild dienen soll.

Noch heute findet man an nahezu allen Standorten eine Figur der Barbara, wie sie links auf dem Bild zu erkennen ist. Man findet sie meist in einer Nische oder einem Schrein im Füllortbereich der Grube.

Wie verläuft die Gedenkfeier am Barbaratag?Kirschzweig

Seit gut 300 Jahren feiern die Bergleute am 4. Dezember den Namenstag der heiligen Barbara. Die Treffen anlässlich der Gedenkfeier finden sowohl über, als auch unter Tage statt. Abhängig von regionaler Tradition und Gestaltungswillen der Ausrichter sehen diese jedoch immer anders aus. Mal sind Familien und Politiker dabei, mal gibt es im Anschluss einen rustikalen Imbiss und manchmal eine Ansprache der Werksleiter. Während des Treffens tragen viele Bergleute ihre traditionelle Uniform, den Bergkittel. 

Einige zünden eine Grubenlampe als Weihleuchte vor dem Bildnis der Barbara an und andere nehmen an diesem Tag frisch geschnittene Obstbaumzeige mit nach unter Tage und stellen sie dort auf. Wenn diese bis Heiligabend ihre Blüten entfalten, bringen sie im nächsten Jahr Glück. 

Was jedoch alle am Barbaratag vereint: Der Rückblick aufs vergangene, gemeinsame Jahr und auf alle besonderen Ereignisse. Sie danken ihrer Schutzpatronin dafür, dass sie von Unfällen in der Grube verschont geblieben sind. Dies wird verbunden mit einem Moment des Innehaltens und einem anschließenden Blick in die Zukunft.

Auch wenn heute nur noch wenige Menschen einen Bezug zwischen ihrem Beruf und Schutzheiligen herstellen, finden die Barbarafeiern heute an einigen Standorten der K+S Gruppe statt. Dass sich die Bergleute noch immer mit der heiligen Barbara so verbunden fühlen, liegt unter anderem an der Einzigartigkeit ihres Berufs.

Die heilige Barbara im Schacht HeraWas hat die traditionelle Kleidung der Bergleute mit der heiligen Barbara zu tun?

Der Bergkittel ist eine schwarze Jacke mit goldenen Knöpfen, deren Zahl das Leben der heiligen Barbara wiederspiegelt: Die 29 Knöpfe stehen für ihre 29. Lebensjahre. Die neun Zacken des Kragens stehen für die neun Jahre, die sie im Turm verbringen musste. Die oberen drei Knöpfe werden offen getragen, denn die heilige Barbara wollte drei Fenster in diesem Turm haben. Diese stehen für die heilige Dreifaltigkeit. 

Haben auch andere Berufsgruppen die heilige Barbara als Schutzpatronin?

Ja. Meist jene Berufsgruppen, die auch mit Steinen und Bau zu tun haben. Darunter fallen etwa Architekten, Geologen, Maurer und Zimmerleute. Genauso wie Berufsgruppen, die mit Feuer und Energie zu tun haben. 

 

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