
Wir produzieren im Kali- und Steinsalzbergbau nach den hohen deutschen Umweltstandards. Dennoch ist industrielle Produktion immer mit Eingriffen in die Natur verbunden. Wir nutzen jedoch den neuesten Stand von Forschung und Technik, um diese unvermeidbaren Eingriffe so gering wie möglich zu halten.
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In der zentralen Forschungseinrichtung der K+S Gruppe, dem K+S-Forschungsinstitut in Heringen, arbeiten unsere Chemiker und Verfahrenstechniker daran, unsere umweltschonenden Produktionsverfahren weiterzuentwickeln; im Fokus steht der effiziente Einsatz von Energie- und Materialressourcen. In unserem Technikum können wir die verschiedensten Aufbereitungsversuche durchführen, die eine Optimierung unserer Produktionsprozesse erlauben. |
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Das von uns patentierte elektrostatische Aufbereitungsverfahren (ESTA®) für Kalirohsalze ist im K+S-Forschungsinstitut entwickelt worden. Da es ohne den Einsatz von Wasser auskommt, zeichnet es sich durch eine hohe Umweltfreundlichkeit aus. Jede Tonne Natriumchlorid (Rückstand), die trocken vom Rohsalz abgetrennt werden kann, bedeutet eine Wassereinsparung von 4 m3 gegenüber einer Nasstrennung. Der Rückstand wird anschließend aufgehaldet. Das ESTA®-Verfahren ist zudem deutlich günstiger im Energieverbrauch als die klassischen nassen Aufbereitungsverfahren. Erst dieser Prozess machte am Standort Sigmundshall die wirtschaftliche Verwertung des im Hartsalz enthaltenen Kieserits möglich und erhöhte so die Lebensdauer des Standortes. Auch an den Werra- Standorten Wintershall und Hattorf sowie in Neuhof-Ellers bereiten wir Kali in ESTA®- Anlagen auf – insgesamt fast die Hälfte des im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte geförderten Rohsalzes.
Allerdings ist nicht jedes Rohsalz aufgrund seiner Zusammensetzung oder Verwachsung für die trockene Aufbereitung in ESTA®-Anlagen geeignet. Die Gewinnung von Kaliumchlorid aus Carnallit beispielsweise kann nur auf nassem Wege geschehen, wobei eine salzhaltige Lösung entsteht.
Für die Herstellung unserer Spezial- und Standarddüngemittel sowie Salzprodukte ist eine Vielzahl von Aufbereitungsschritten notwendig. Die für den Produktionsprozess erforderliche Energie – Strom und Dampf – wird derzeit noch fast ausschließlich aus Erdgas erzeugt. Viele unserer Standorte verfügen über eigene Kraftwerke, die mit modernsten Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ausgestattet sind. An den Standorten Neuhof- Ellers und Zielitz sowie im Verbundwerk Werra haben wir zudem die Brennwerttechnik eingeführt. Hier wird die Wärme der Kraftwerksabgase zum Aufwärmen von Kesselspeisewasser oder zur Beheizung des Förderschachts genutzt. Dank erfolgreicher Optimierungsmaßnahmen liegt der Wirkungsgrad unserer Kraftwerke inzwischen bei über 90 %.
Die Standorte arbeiten bereits so energieeffizient, dass sich nach heutigem Stand der Technik selbst durch weitere Investitionen kaum noch spürbare Emissionsminderungen erreichen lassen. Damit tragen diese Anlagen bereits seit Jahren erheblich zu den deutschen Klimaschutzzielen bei.
Weitere Informationen zum Thema Umweltschutz bei K+S entnehmen Sie bitte unserem aktuellen Unternehmens- und Nachhaltigkeitsbericht.