Weiterentwicklung von Produkten und Produktionsverfahren
Ein zentraler Schwerpunkt unserer Tätigkeiten ist die Erforschung und Entwicklung neuer und verbesserter Produkte. Im Vordergrund steht hierbei die bedarfsgerechte Ernährung der Pflanzen über den gesamten Vegetationszyklus. Drei unterschiedliche Forschungsfelder stehen dabei zurzeit im Fokus:
- Flächenerträge steigern
Um höhere Erträge zu erzielen, müssen Pflanzen insbesondere in ihrer Wachstumsperiode Nährstoffmengen bedarfsgerecht aufnehmen. Zusammen mit Versuchspartnern erprobt die K+S KALI GmbH Systeme, die mit Hilfe von flugzeug- oder satellitengestützten Sensoren den Nährstoffversorgungszustand der Kulturen messen. Aus den so gewonnenen Daten werden Düngekarten erstellt, mit denen Düngemittel effizienter und umweltverträglicher ausgebracht werden können.
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- Qualität pflanzlicher Produkte erhöhen
Wir untersuchen, welchen Einfluss die Düngung von Pflanzen auf deren Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten hat und wie sie sich auf den Anteil bestimmter Pflanzeninhaltsstoffe (Vitamine, Mineralstoffe) auswirkt, welche die Gesundheit des Menschen verbessern.
- Limitierte Ressourcen besser nutzen
Klimatische Veränderungen, beispielsweise höhere Temperaturen, Trockenheit und die damit zunehmende Bodenversalzung, werden die Anbaubedingungen für die Landwirtschaft in Zukunft wahrscheinlich negativ beeinflussen. Hält der gegenwärtige Trend an, wird Wasser in den nächsten 50 Jahren zum wichtigsten Engpassfaktor der Landwirtschaft. Sollten sich aufgrund ausbleibender Niederschläge Wüsten und Steppen weiter ausbreiten, könnten nach Schätzungen der UNO bis zum Jahr 2025 fast zwei Mrd. Menschen in Gebieten mit absolutem Wassermangel leben. Daher ist es das Ziel unseres aktuell wichtigsten Forschungsprojekts, die Wasservorräte des Bodens für die Landwirtschaft optimal nutzbar zu machen. Die K+S KALI GmbH untersucht gemeinsam mit den Universitäten Halle, Gießen und Kiel den Einfluss der Düngung mit Kali und Magnesium auf die Wassernutzungseffizienz von Boden und Pflanze. Erste Ergebnisse des Projekts weisen darauf hin, dass der Boden bei regelmäßiger Kali- und Magnesiumdüngung mehr Wasser speichern kann. Es ist ein positiver Effekt auf die Wurzelausbildung erkennbar – und starke Wurzeln können zusätzliche Wasserreserven erschließen.
Nicht weniger bedeutend sind die ständige Überprüfung unserer Produktionsverfahren hinsichtlich des nachhaltigen Einsatzes der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen sowie die Effizienzprüfung beim Einsatz von Kapital, Energie und Personal. Im Jahr 2008 stand vor allem die Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion im Vordergrund unserer verfahrenstechnischen Forschung.