Künftige Ertrags- Finanz- und Vermögenslage der K+S Gruppe

Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die erwartete organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung der fortgeführten Geschäftstätigkeiten. Veränderungen aus Akquisitionen, Kooperationen bzw. Devestitionen sind nicht berücksichtigt.

Der im Finanzbericht 2011 auf Seite 142 erläuterten Prognosepolitik folgend, wird im Quartalsfinanzbericht zum ersten Quartal der Ausblick für das laufende Jahr aufgegriffen und gegebenenfalls angepasst. Der Ausblick erfolgt noch qualitativ in den Ausprägungen „leicht“, „moderat“, „spürbar“, „deutlich“ sowie „stark/kräftig“. Die jeweiligen  Ausprägungen folgen dabei i. d. R. einer internen Klassifizierung in Abhängigkeit der erwarteten prozentualen Veränderung gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten. 

Der Umsatz sollte im Jahr 2012 stabil bleiben

Der Umsatz der K+S Gruppe dürfte im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben. Während wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf Basis des derzeit erreichten Kalipreisniveaus von einer moderat und im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel von einer leicht steigenden Umsatzentwicklung ausgehen, erwarten wir im Geschäftsbereich Salz einen spürbar (bisher: moderat) niedrigeren Umsatz. Der Umsatzprognose zugrunde gelegt ist ein durchschnittlicher US-Dollarkurs von 1,33 USD/EUR (bisher: 1,32 USD/EUR ; 2011: 1,39 USD/EUR). 

Kosten werden sich voraussichtlich moderat erhöhen

Die nachfolgende Prognose der Kostenentwicklung erfolgt nach Kostenarten: Die Gesamtkosten der K+S Gruppe dürften im Vergleich zum Vorjahr moderat steigen. Beim Personalaufwand sollten sich Effekte aus Neueinstellungen und Tariferhöhungen sowie eine niedrigere Erfolgsbeteiligung in etwa die Waage halten (bisher: leicht steigen). Die Materialkosten dürften sich leicht verteuern, während die Energiekosten preisbedingt deutlich steigen sollten. Demgegenüber erwarten wir moderat rückläufige Frachtkosten, während sich die Abschreibungen leicht reduzieren sollten (bisher: stabil). Außerdem ist mit einem negativen Währungsergebnis zu rechnen, nachdem das letzte Jahr noch durch ein positives Sicherungsergebnis begünstigt war. 

Operatives Ergebnis dürfte moderat zurückgehen

Das operative Ergebnis EBIT I der K+S Gruppe sollte im Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreswert moderat zurückgehen. Dabei gehen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem operativen Ergebnis aus, das an das gute Vorjahresergebnis wieder heranreichen könnte. Der Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel sollte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielen können. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz dürfte im Vergleich zum Vorjahr – das durch überdurchschnittliche Auftausalzmengen begünstigt war – stark zurückgehen.  

Moderat rückläufiges Konzernergebnis erwartet

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2012 ebenfalls moderat zurückgehen. Unsere Einschätzung basiert neben den bei Umsatz und operativem Ergebnis beschriebenen Effekten u. a. auf: 

  • der Erwartung anhaltend attraktiver Agrarpreise;
  • unserer üblichen, rein technischen Prognosepolitik, die das derzeit erreichte Kalipreisniveau für die verbleibenden Monate des Jahres 2012 unverändert fortschreibt;
  • einer in etwa auf Vorjahresniveau liegenden Absatzmenge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte (2011: 6,9 Mio. t);
  • einem Festsalzabsatz von weniger als 19 Mio. t (bisher: gut 19 Mio. t; 2011: 22,7 Mio. t), davon weniger als 10 Mio. t Auftausalz (bisher: rund 10 Mio. t; 2011: 13,3 Mio. t). Für das vierte Quartal ist hierbei wie üblich der Durchschnitt langjähriger Auftausalzabsätze unterstellt;
  • einem weitgehend unverändertem Finanzergebnis;
  • einer mit 27 bis 28% leicht höheren bereinigten Konzernsteuerquote (2011: 26,1%).