Handlungsfelder aus Megatrends

Emerging Markets

Die Nachfrage nach Düngemitteln wird erheblich durch das Wirtschaftswachstum sowie die wirtschaftliche Entwicklung und die damit einhergehenden steigenden Lebensstandards in den relevanten Märkten beeinflusst. In Schwellenländern wie China und Indien gelangen mehr und mehr Menschen zu Wohlstand, die Ernährungsgewohnheiten ändern sich und der Kalorienverbrauch pro Kopf nimmt weiter zu. Die Nachfrage nach qualitativ höherwertigeren Lebensmitteln steigt, insbesondere nach Fleisch- und Milchprodukten. Je mehr dieser Produkte auf dem Speisezettel stehen, desto mehr Futtermittel für die Tiere müssen auf den begrenzt zur Verfügung stehenden Ackerflächen produziert werden. Daher dürfte die Nachfrage nach unseren Düngemitteln in den kommenden Jahren ansteigen. Die Wachstumsraten der Überseemärkte Lateinamerika und Südostasien sollten dabei mittel- bis langfristig stärker zulegen. Wir gehen davon aus, in diesen Regionen künftig gut ein Drittel unserer Düngemittel zu verkaufen. Auch der Verbrauch von Gewerbe- und Industriesalz wird von Wirtschaftswachstum und Industrialisierung in den Schwellenländern getrieben. Mit unserer chilenischen Salztochter SPL profitieren wir von den Wachstumsraten in Südamerika und bauen unsere Vertriebsaktivitäten in Richtung der asiatischen Märkte weiter aus.

Bevölkerungswachstum

Die Vereinten Nationen schätzen, dass zur Mitte des 21. Jahrhunderts mehr als neun Milliarden Menschen auf der Erde leben werden. Dies bietet den Anbietern von Düngemitteln große Chancen, da die landwirtschaft- liche Produktion nach jüngsten Schätzungen bis 2050 um 70% steigen muss, um weitere 2 Milliarden Menschen, wenn nicht mehr, ernähren zu können. Unsere mineralischen Düngemittel leisten dabei einen notwendigen Beitrag zum effizienten und ertragreichen Anbau, um die Weltbevölkerung mit mehr und besseren Nahrungsmitteln zu versorgen.

Demografischer Wandel

Der demografische Wandel in Europa und Nordamerika stellt auch für K+S eine Herausforderung dar. Die Lebenserwartung der Menschen steigt weiter an, jedoch stagnieren die Geburtenraten. Schon jetzt ist ein Teil unserer freien Ausbildungsplätze und offenen Stellen zunehmend schwieriger zu besetzen. Und es werden künftig noch weniger junge Menschen für das Arbeitsleben zur Verfügung stehen.

Wassermangel

Effiziente Wassernutzung ist ein Schlüsselthema der nachhaltigen Entwicklung. Sollten sich aufgrund klimatischer Veränderungen Wüsten und Steppen weiter ausbreiten, könnten nach Schätzungen der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2025 fast zwei Milliarden Menschen in Gebieten mit Wassermangel leben. Dies könnte auch auf die dortige Landwirtschaft erhebliche Auswirkungen haben, denn das meiste Wasser – etwa 70% des weltweiten Verbrauchs – wird für den Anbau von Nahrungsmitteln verwendet. K+S forscht intensiv, um die Wassernutzungseffizienz von Pflanze und Boden zu verbessern.

Klimawandel

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO ) kommt zu dem Ergebnis, dass ein Anstieg der Durchschnittstemperatur – je nach Modell werden zwischen 1 und 2,5 °C bis 2030 vorhergesagt – die Anbaubedingungen weltweit beeinflussen würde. Sollte sich dies bewahrheiten, könnten in der nördlichen Hemisphäre, beispielsweise in Skandinavien oder in Sibirien, mit steigenden Temperaturen die Chancen steigen, Nutzpflanzen anzubauen, die bisher nur in südlicheren Regionen kultiviert werden konnten. In südlichen Hemisphären hingegen würden klimatische Veränderungen wie höhere Temperaturen, steigende Meeresspiegel, Trockenheit und die damit verbundene zunehmende Bodenversalzung die bisherigen Anbaubedingungen für die Landwirtschaft beeinträchtigen und die zur Verfügung stehende Anbaufläche durch Erosion oder Überflutung verringern.

Laut FAO soll auch die Anzahl der Tage mit Temperaturen um den Gefrierpunkt steigen, während die Anzahl der Tage mit strengem Frost abnimmt. Auftausalz wird bei Temperaturen um den Gefrierpunkt am stärksten nachgefragt.