Trinkwasser ist sicher

Eine wichtige Grundlage für ein sicheres Entsorgungsmanagement am K+S-Standort Werra ist das Grundwassermonitoring und ein numerisches 3D-Modell zur Beurteilung hydrogeologischer Vorgänge im Untergrund.

Neben der regelmäßigen Überwachung durch hessische und thüringische Fachbehörden hat K+S seit Beginn der Versenkung vor rund 90 Jahren ein immer engmaschigeres Netz von mehr als 450 Grundwassermessstellen aufgebaut, die Qualität und Dynamik des Grundwassers großräumig beobachten und dokumentieren. Die dort gewonnenen Messwerte und Proben bilden den Datenbestand für eine kontinuierliche Überwachung, die die Erkenntnisse über die  geologischen und hydrogeologischen Verhältnisse im Untergrund fortlaufend ergänzt.

Drei Säulen des Kontrollsystems

 

Zentrale Erkenntnisse sind:

  • Der Plattendolomit ist als Versenkhorizont geeignet,

  • Salzwasseraufstiege finden nur begrenzt in den bekannten Entlastungszonen insbesondere entlang der Werra und außerhalb von Trinkwasser-Schutzgebieten statt.

Dies wurde seit 1997 mehrfach auch durch geophysikalische Messungen aus der Luft bestätigt. Sie geben Auskunft über die Struktur und Beschaffenheit des Untergrundes und somit Anhaltspunkte für die Mineralisierung des Grundwassers.

 

Ein wichtiges zusätzliches Element zur Weiterentwicklung dieses seit vielen Jahren genutzten Kontrollsystems ist ein numerisches dreidimensionales Grundwassermodell (sogenanntes 3D-Modell), das K+S in Zusammenarbeit mit DHI-Wasy und weiteren renommierten Fachbüros entwickelt hat. Es bildet mit rund zwei Millionen Gitterpunkten auf einer Fläche von rund 1.200 Quadratkilometern Entwicklung und Zustand des Grundwassers bis zu einer Tiefe von 1.300 Metern ab; diese Dimensionierung ist weltweit einzigartig. Mit Hilfe dieses Modells können für unterschiedlichste Zeiträume verlässliche Aussagen über den Verbleib des Salzwassers im Untergrund gemacht werden. Das 3D-Modell, mit dem auch zukünftige Entwicklungen prognostiziert werden können, wurde den zuständigen Behörden von K+S 2013 vorgelegt und ist seitdem weiter verfeinert worden.

 

Grundwassermonitoring: Anhand von mehr als 450 Messstellen wird der Untergrund im Werra-Kalirevier kontinuierlich überwacht

Entnahme einer Grundwasser-Tiefenprobe in Philippsthal (Hessen)

 

Eine weitere Versenkung von Salzabwasser im hessischen Teil des Werra-Reviers ist ohne Gefährdung der Trinkwassergewinnung möglich.

 

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