Stand der Technik

Die Veredelung von Rohstoffen gehört zu unseren Kernkompetenzen. Die untertägig abgebauten Rohsalze werden in mehrstufigen mechanischen oder physikalischen Prozessen verarbeitet. Zur umweltverträglichen Produktion bei gleichzeitig hoher wirtschaftlicher Effizienz verwenden wir modernste und ausgereifte Abbau- und Aufbereitungsverfahren. Die Gewinnungs- und Produktionsverfahren werden von uns ständig im Hinblick auf einen nachhaltigen Ressourceneinsatz überprüft. Zudem entwickeln wir unsere Verfahren und Produkte kontinuierlich weiter und testen neue Technologien und Materialien für die Verbesserung der Prozesse. 

 

Neue ESTA-Anlage zur trockenen Trennung von Rückstand und Wertstoff am Standort Hattorf

Kaliproduktion ohne Rückstände?

Das im Kalibergbau untertägig gewonnene Rohsalz enthält nur einen begrenzten Anteil an Wertstoffen von maximal 30 Prozent. Der Rest sind Rückstände, die nicht wirtschaftlich verwertet werden können und entsorgt werden müssen – entweder in flüssiger oder fester Form. Diese Herausforderung teilen alle Kaliproduzenten weltweit: Eine rückstandsfreie Kaliproduktion gibt es nicht.

Es werden vier Entsorgungswege für diese festen beziehungsweise flüssigen Rückstände der Kaliproduktion genutzt. Sie bilden, in unterschiedlichen Kombinationen, weltweit den Stand der Technik:

 

Aufhaldung

 

Versatz

 

Einleitung

 

Versenkung


Der Großteil der Rückstände aus der Kaliproduktion wird aufgehaldet. Auch Versatz sowie Einleitung/Versenkung sind in der Kaliindustrie übliche Entsorgungsmethoden.

 

Rückstandsentsorgung im Kalibergbau bei K+S am Beispiel des Werkes Werra

Aufhaldung

Rückstandshalde des Kaliwerkes Zielitz in Sachsen-Anhalt

 

Die bei der Gewinnung und Aufbereitung von Kalirohsalzen anfallenden festen Rückstände werden weltweit überwiegend aufgehaldet.

Die Aufschüttung und Ausgestaltung von Halden erfolgt unter Beachtung der individuellen Standortbedingungen. Durch den Einbau von abdichtenden Schichten auf der Beschüttungsfläche wird dafür gesorgt, dass die Halden hinsichtlich der Versickerung von Salzwasser technisch dicht sind. Besondere Vorsorge wird für die Fassung und geordnete Entsorgung der mineralisierten Haldenwässer getroffen, Sie werden über Ringgräben und Drainagen aufgefangen und wie die Salzabwässer aus der Produktion im Rahmen wasserrechtlicher Erlaubnisse entsorgt.

Die Rückstandshalden der K+S Gruppe werden ständig umfangreich überwacht. Neben einer Grund- und Oberflächenwasserbeobachtung umfasst das Monitoring vor allem auch Staubmessungen.

K+S haldet etwas mehr als 50% der Rückstände bezogen auf die Gewinnung auf. Dieser Wert entspricht in etwa auf dem Durchschnitt der internationalen Kaliindustrie.

Versatz

Beim Versatz werden Rückstände wieder nach unter Tage verbracht und in die bei der Rohstoffgewinnung entstandenen Hohlräume verfüllt. Die Möglichkeiten des Versatzes sind jedoch u.a. durch technische und bergbauliche Faktoren beschränkt. So kommt es beim Abbau durch die Herauslösung aus dem umgebenden Gestein zu einer erheblichen Volumenvergrößerung des gewonnenen Rohsalzes. Das bedeutet, dass auch aus physikalischen Gründen grundsätzlich nicht der gesamte Rückstand wieder in die untertägigen Hohlräume verbracht werden kann. Ein Komplettversatz ist weltweit nur an wenigen Standorten möglich, z.B. wenn die geologische Struktur und das damit einhergehende Abbauverfahren eines Bergwerks dies zulässt. Dies ist bei K+S nur am Standort Unterbreizbach des Werkes Werra möglich.

 

Versatz im Grubenbetrieb

K+S schneidet im internationalen Vergleich beim Entsorgungsweg Versatz gut ab: So versetzt K+S rund 17% (bezogen auf die Gewinnung), während der Durchschnitt in der weltweiten Kaliindustrie bei nur etwa 8% liegt.

Entsorgung flüssiger Rückstände

Versenkbrunnen für Salzabwasser beim Werk Werra

 

Abwässer aus den Produktionsprozessen sowie die salzhaltigen Wässer, die durch Niederschläge auf Rückstandshalden entstehen, werden auf Basis bestehender Genehmigungen durch Einleitung in Fließgewässer unter Einhaltung der festgelegten Grenzwerte und/oder Versenkung in tiefe Gesteinsschichten entsorgt.

Weltweit nutzen 15 Standorte, davon zwei der K+S, die Einleitung in den Untergrund (Versenkung) zur Entsorgung ihrer Salzabwässer. An elf Standorten, davon fünf der K+S, wird in Oberflächengewässer oder Ozeane eingeleitet.

In der Kaliproduktion von K+S wird eine Menge an Salzabwasser in Gewässer eingeleitet oder in den Untergrund versenkt, die rund 7% der insgesamt gewonnenen Rohsalze entspricht. Dieser Wert liegt auf dem Branchendurchschnitt weltweit.

 

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