Die Weser bei Bad Karlshafen.

Fernleitung Oberweser

K+S plant derzeit eine Fernleitung, mit der für einen Zeitraum von etwa 40 Jahren ein Teil der Salzabwässer des Werkes Werra an die Oberweser gebracht und dort in die Weser eingeleitet werden soll.

Der Bau einer temporären Fernleitung an die Oberweser ist als optionale Maßnahme im Bewirtschaftungsplan der Weser fest verankert. Die Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität wurden von den Umweltministern der Flussgebietsgemeinschaft Weser im März 2016 verabschiedet. Das Maßnahmenprogramm gibt die Eckpunkte für die Bewirtschaftungsplanung von Werra und Weser für die Jahre 2015 bis 2021 vor. Es ist für Behörden verbindlich und bildet auch die Planungsgrundlage für K+S.

Die Fernleitung ist im Bewirtschaftungsplan der Weser als Entsorgungsalternative für den Fall vorgesehen, dass andere Entsorgungsoptionen nicht ausreichend zur Verfügung stehen, insbesondere die Einstapelung von flüssigen Rückständen unter Tage. Sollte die Abwasserreduzierung mit diesem erst noch zu prüfenden Verfahren nicht oder nicht im angedachten Umfang möglich sein, muss die Fernleitung an die Oberweser realisiert werden können. Die Inbetriebnahme der Leitung ist in diesem Fall für Ende 2021 vorgesehen.

 

Vorgeschlagener Vorzugskorridor für eine Fernleitung an die Oberweser

Für die Fernleitung Oberweser hat die K+S KALI GmbH bei der zuständigen Genehmigungsbehörde, dem Regierungspräsidium Kassel, umfangreiche Antragsunterlagen für ein Raumordnungsverfahren (ROV) eingereicht.

Am 11. Januar 2016 hatte das Regierungspräsidium Kassel das ROV eröffnet und bis zum 29. Februar 2016 die Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt. Am 19. Februar hatte das Regierungspräsidium Kassel das ROV vorübergehend ausgesetzt, um die Entscheidung zum Bewirtschaftungsplan durch die Ministerkonferenz der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser) abzuwarten. Der entsprechende Beschluss der FGG Weser erging am 18. März 2016. Das Raumordnungsverfahren wurde daher am 24. März 2016 wieder aufgenommen.

K+S ergänzte die Antragsunterlagen parallel zum laufenden Verfahren, um den neuen Vorgaben des Bewirtschaftungsplanes gerecht zu werden. Zudem wurden in den überarbeiteten Antrag die Hinweise und Stellungnahmen aus der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung eingearbeitet. Eine erneute Öffentlichkeitsbeteiligung wurde vom 01. August 2017 bis zum 31. September 2017 durchgeführt (die Stellungnahmen aus der bereits durchgeführten Öffentlichkeitsbeteiligung behalten ihre Gültigkeit).

Der Erörterungstermin zum Raumordnungsverfahren wurde vom Regierungspräsidium Kassel am 12. und 13. März 2018 durchgeführt. Bei diesem Termin konnten Einwender ihre Belange vortragen und gemeinsam mit Vertretern der Behörde und von K+S besprechen. Im Rahmen des Erörterungstermins haben sich von Seiten der Raumordnungsbehörde Nachforderungen für die Antragsunterlagen ergeben. K+S erarbeitet derzeit diese notwendigen Unterlagen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts Fernleitung Oberweser:
www.fernleitung-oberweser.de

Und auf der Website des Regierungspräsidiums Kassel:
www.rp-kassel.hessen.de

Oder treten Sie mit uns persönlich ins Gespräch in unserem Dialogbüro:

Fernleitung Oberweser
Mühlenstraße 10
34369 Hofgeismar

Öffnungszeiten:
Montag: 10 bis 13 Uhr
Mittwoch: 12 bis 15 Uhr
Freitag: 13 bis 17 Uhr
und nach Vereinbarung

Tel. +49 6624 81 2098
fernleitungen@k-plus-s.com

Keine Verschlechterung der Gewässerqualität

Der Gewässerzustand der Weser wird sich durch die beschriebene Fernleitung Oberweser nicht verschlechtern, sondern weiter verbessern. Eine Verschlechterung ist nach europäischem Wasserrecht ohnehin ausgeschlossen.

Nach Inbetriebnahme der Fernleitung Oberweser würden Werra und erste Teile der Weser deutlich entlastet. Bereits heute hat die Weser bei Hannoversch Münden einen Chloridgehalt von 670 mg/l und ab Hameln sogar Süßwasserqualität.

 

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