Kalibergbau und Gewässerschutz

Seit mehr als 125 Jahren hilft K+S dabei, die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Unsere Rohstoffe und Pflanzennährstoffe werden weltweit gebraucht. Dabei sind wir uns bewusst, dass wir bei der Gewinnung und Veredlung von Kali und Salz – wie jede Industrieproduktion – in die Natur eingreifen.

Was hat K+S für den Gewässerschutz getan?

  • K+S hat in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel unternommen, um die Umweltsituation an Werra und Weser zu verbessern.
  • Wir haben die Salzabwässer von 1997 bis 2015 um fast zwei Drittel reduziert.
  • Allein zwischen 2011 und 2015 haben wir dafür im Rahmen des „Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz“ rund 400 Millionen Euro in modernste technische Anlagen und Verfahren investiert.

Was plant K+S in Bezug auf den Gewässerschutz für die Zukunft?

  • K+S will die Entsorgungsfragen an der Werra langfristig lösen und wird in den kommenden Jahren weitere 400 Millionen Euro in den Gewässerschutz investieren.
  • Mit dem bereits begonnenen Bau der KKF-Anlage wird das Salzabwasseraufkommen ab 2018 nochmals um gut 20% reduziert.
  • Wir arbeiten an standort-individuellen Verfahren zur Abdeckung von Rückstandshalden und forschen nach sicheren technischen Möglichkeiten zur Entsorgung von Salzabwasser in Bergwerken (Einstapelung).

Warum hat K+S aktuell Probleme bei der Abwasserentsorgung?

  • Es gibt hauptsächlich zwei Wege der Salzabwasserentsorgung. Die Einleitung in den Fluss Werra und die Versenkung in den Untergrund.
  • Zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2021 darf K+S jährlich 1,5 Millionen Kubikmeter versenken. Das ist weniger als K+S benötigt und beantragt hat. Außerdem enthält die am 23. Dezember 2016 erteilte Genehmigung zur Fortsetzung der Versenkung eine Reihe von Nebenbestimmungen, die die Flexibilität des Abwassermanagements verringert.
  • Der zweite Entsorgungsweg für Salzabwasser ist die Einleitung in den Fluss Werra. Wieviel zu welchem Zeitpunkt eingeleitet werden kann, wird durch die behördlich festgelegten Grenzwerte bestimmt. Bei niedriger Wasserführung der Werra kann somit weniger eingeleitet werden.
  • Insbesondere in den trockenen Sommermonaten kann es so zu deutlichen Engpässen in der Abwasserentsorgung kommen.
  • Die Werke mussten und müssen teilweise immer wieder die Produktion einstellen. Das beeinträchtigt die Wirtschaftlichkeit der Standorte gravierend.

Was wird unternommen, um die aktuellen Engpässe bei der Abwasserentsorgung zu managen?

  • K+S prüft seit längerer Zeit zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung.
  • Ein Schwerpunkt ist dabei die temporäre sowie zum Teil auch dauerhafte Entsorgung in eigenen und fremden Bergwerken bzw. Kavernen sowohl im Umfeld der Standorte als auch in weiter entfernteren Regionen mit entsprechenden LKW- und Bahntransporten.
  • Die sich abzeichnenden technischen Lösungen sind vielversprechend, bedürfen aus heutiger Sicht aber zahlreicher Genehmigungen und zum Teil noch einiger Zeit, um tatsächlich umgesetzt werden zu können. Ohne weitere Versenkmöglichkeiten ist eine volle Produktion im hessisch-thüringischen Kalirevier nicht möglich.
  • Im August wurde die Einstapelung im Grubenfeld Springen genehmigt (weitere Informationen).
  • Im November wurde die Nutzung von Haldenwässern aus dem Werk Werra zur Flutung des stillgelegten Bergwerkes Bergmannssegen-Hugo in Niedersachsen genehmigt (weitere Informationen).