Die Werra im hessisch-thüringischen Kalirevier

Gewässerschutz ist uns wichtig

In den vergangenen Jahrzehnten wurde das Volumen der Salzabwässer im hessisch-thüringischen Kalirevier signifikant reduziert. Fielen im Jahr 1970 zu DDR-Zeiten noch mehr als 40 Mio. Kubikmeter pro Jahr an, so wurde die Abwassermenge auf rund 20 Mio. Kubikmeter im Jahr 1997 und weiter auf 14 Mio. Kubikmeter p.a. im Jahr 2006 reduziert. K+S hat in diesem Zusammenhang unter anderem das innovative ESTA-Verfahren, bei dem das Rohsalz ohne den Einsatz von Wasser aufbereitet wird, entwickelt und an mehreren Standorten zum großtechnischen Einsatz geführt. Mit diesem Verfahren ist K+S weltweit Technologieführer.

Lag der Chlorid-Gehalt der Werra aufgrund der enormen Einleitmengen durch die DDR-Kaliindustrie in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts noch bei bis zu 40.000 Milligramm pro Liter, so konnte mit dem Beginn der Salzlaststeuerung seit Anfang 2000 der geltende Grenzwert von 2.500 Milligramm pro Liter Chlorid am Pegel Gerstungen konstant eingehalten werden. Dies führte in der Folge nachweislich zu einer Erholung des biologischen Systems in Werra und Weser.

 

K+S hat kürzlich ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz umgesetzt, durch das die jährliche Salzabwassermenge auf ca. 7 Mio. m3 nochmals halbiert wurde – und für das K+S im genannten Zeitraum rund 400 Mio. € investiert hat.

Was unternimmt und plant K+S in Bezug auf den Gewässerschutz für die Zukunft?

  • K+S will die Entsorgungsfragen an der Werra langfristig lösen und wird in den kommenden Jahren weiter in den Gewässerschutz investieren.
  • Mit der neuen KKF-Anlage wird das Salzabwasseraufkommen im Werk Werra ab 2018 nochmals um gut 20% reduziert.
  • Wir arbeiten an der Umsetzung bzw. Prüfung langfristiger Lösungen im Rahmen des Bewirtschaftungsplans „Salz“ der Flussgebietsgemeinschaft Weser (FGG Weser, Statusbericht der „Arbeitsgruppe Salzreduzierung“ 2016).
  • Bis zum Ende des laufenden Jahres wird das mit der FGG Weser vereinbarte Prüfprogramm abgeschlossen, in dessen Mittelpunkt unter anderem neue Verfahren der Abwasserreduzierung und -entsorgung, zum Beispiel in alten Bergwerksfeldern, stehen. Aber auch langfristige Projekte werden bereits jetzt in Angriff genommen: Die zur Reduzierung der salzhaltigen Haldenwässer geplante Abdeckung der Rückstandshalden wird in mehrstufigen Erprobungen zur Betriebsreife entwickelt und es wird weiterhin – auch mit externen Fachleuten – an abwassersparenden Verfahren geforscht.

 

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