Forschung & Entwicklung

Unsere Forschung und Entwicklung verfolgt drei gleichwertige Ziele: Die Erhöhung des Kundennutzens, einen möglichst effektiven und effizienten Einsatz von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal und die Schonung der Umwelt durch nachhaltige Nutzung der Ressourcen und stetige Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände.

Wir prüfen kontinuierlich unsere Gewinnungs- und Produktionsverfahren hinsichtlich des Einsatzes der uns zur Verfügung stehenden Ressourcen, entwickeln unsere Verfahren und Produkte weiter und testen neue Technologien und Materialien zur Prozessverbesserung.

Mitarbeiter im AFZ bei Element- und Mineralphasenanalytik

 

Die Forschungskosten beliefen sich im Jahr 2015 auf insgesamt 14,7 Mio. €. Die Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion bildete hierbei einen Schwerpunkt. Zum Beispiel ist auf Basis von Forschungsergebnissen die ESTA-Technologie für den Standort Hattorf weiterentwickelt worden – auch die realisierte Eindampfanlage auf dem Standort Wintershall und die geplante KKF (Kainit-Kristallisations-Flotations-Anlage) sind Ergebnis dieser Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.

Seit September 2013 testen wir im Rahmen eines Lysimeterversuchs in Zusammenarbeit mit der Universität Kassel und dem Ingenieurbüro Schmeisky Umweltsicherung in welchem Ausmaß Regen, der ansonsten als Haldenwasser anfallen würde, mittels einer begrünbaren Abdeckschicht minimiert werden kann. Ziel ist es, die Menge der zu entsorgenden Haldenabwässer zukünftig durch die Verdunstungsleistung der Pflanzen zu reduzieren. Erste Ergebnisse bestätigen die Funktionsfähigkeit des Verfahrens und lassen eine Reduzierung des Haldenabwassers mittels einer begrünbaren Abdeckung um bis zu 80 Prozent realistisch erscheinen. Der Versuch läuft noch bis 2016.

 

Lysimeterversuch zur Haldenabdeckung am Standort Wintershall

Neues Analytik- und Forschungszentrum

Im September 2015 wurde unser neues Analytik- und Forschungszentrum (AFZ), in das K+S rund 30 Mio. Euro investiert, in Betrieb genommen. Damit wollen wir unsere führende technologische Position bei der Gewinnung und Verarbeitung von Stein- und Kalisalzen sowie die Innovationskraft des Unternehmens weiter stärken.

Der Neubau im thüringischen Unterbreizbach bietet auf rund 9.000 Quadratmetern Nutzfläche Platz für über 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die umfangreiche Forschungsarbeiten und Analytikdienstleistungen durchführen.

Das neue K+S Analytik und Forschungszentrum (AFZ) in Unterbreizbach/Thüringen, im Hintergrund die Halde am Standort Hattorf.

Das AFZ setzt die lange Geschichte der Kaliforschung in der immer internationaler werdenden K+S Gruppe fort. Eine erste Einrichtung dieser Art, die Kaliforschungsanstalt, wurde 1919 in Staßfurt gegründet. Sie zog 1927 nach Berlin um, wurde 1948 nach Hannover verlegt und neun Jahre später in Kaliforschungs-Institut umbenannt. 1989 folgte ein weiterer Umzug nach Heringen und im Jahr 2000 schließlich die Umbenennung in K+S-Forschungsinstitut.

Heute arbeiten im AFZ Wissenschaftler, Techniker, Ingenieure und Fachkräfte in Forschung und Entwicklung. Zentrale  Kompetenzen sind auf die Bereiche der anwendungsorientierten verfahrenstechnischen Forschung, Aufbereitungsverfahren und der Salz-Analytik im Labor und direkt im Produktionsbetrieb konzentriert. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht in der fachlichen Ausbildung von Nachwuchskräften. Zukünftig wird das AFZ verstärkt internationale Forschungs- und Analytikaufgaben für alle Tochtergesellschaften und Produktionsstandorte der K+S Gruppe übernehmen.

Forschungsverbund

Wir wollen im Bereich Forschung und Entwicklung gruppenweit vorhandene Synergien optimal ausschöpfen und die Kompetenz jeder Einrichtung bestmöglich nutzen. Daher arbeiten das K+S Analytik- und Forschungszentrum (AFZ) und das Institute of Applied Plant Nutrition (IAPN) bei der Bewertung von Produktideen hinsichtlich Marktfähigkeit, Herstellung, Verarbeitung, Anwendung und pflanzenbaulicher Wirkung eng zusammen. Das Morton Salt Research Laboratory und das AFZ kooperieren auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik. Spezielle Forschungsprojekte werden in Kooperation mit Geräteherstellern, Hochschulen sowie mit öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlich organisierten Forschungsinstituten umgesetzt.

K+S Forschungsverbund

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