Geschäftsethik

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Die hohe unternehmerische Kompetenz der K+S Gruppe in ihren Geschäftsfeldern ist bei Geschäftspartnern und sonstigen Stakeholdern anerkannt. Dies gilt es zu bewahren und weiter zu entwickeln. Ein von Integrität und Verantwortungsbewusstsein geprägtes Handeln eines jeden Mitarbeiters ist für uns selbstverständlich.

Im Bereich Geschäftsethik haben wir Ziele zu den wesentlichen Themen Nachhaltige Lieferketten und Compliance & Anti-Korruption gesetzt.

Nachhaltige Lieferketten

Forderung der Einhaltung einer nachhaltigen Vorgehensweise unserer Lieferanten entlang der gesamten Lieferketten, um alle Geschäftsaktivitäten
auf unsere Werte auszurichten.

 

Ein offenes und faires Miteinander prägt die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Dienstleistern, die wir in einem systematischen, transparenten und IT-gestützten Prozess nicht nur nach rein wirtschaftlichen Kriterien auswählen. Wir erwarten darüber hinaus neben gesetzestreuem Verhalten, dass sie u. a. die Menschenrechte sowie die Kernarbeitsnormen der Internationale Arbeitsorganisation (ILO) beachten.

Im Rahmen des Handlungsfelds „Nachhaltige Lieferketten“, das einen Bestandteil des Nachhaltigkeitsprogramms 2016 – 2018 bildet, wird die Betrachtung der Nachhaltigkeit und Einhaltung von unseren Wertevorstellungen und die Weiterentwicklung eines umfassenden Lieferantenmanagements samt Risikobetrachtung noch stärker in den Fokus rücken.

Unser Ziel ist es, in der Zusammenarbeit langfristige Partnerschaften fortzuführen und aufzubauen. Wir beurteilen dabei den gesamten Beschaffungsprozess von der Anfrage über die Lieferung der Leistung bis hin zur Abrechnung. Hierbei berücksichtigen wir sowohl Qualitäts- als auch Umwelt- und Sicherheitsstandards. Ergänzt wird diese Beurteilung durch eine Selbsteinschätzung, die jeder neue Lieferant abzugeben hat. Sollte sich herausstellen, dass ein Lieferant unsere Kriterien nicht erfüllt, werden die unternehmensintern in der Lieferkette Beteiligten sofort benachrichtigt. Fast alle unsere Vertragspartner stammen aus OECD-Staaten.

Compliance & Anti-Korruption

Festlegung einer Null-Toleranz-Politik für Korruption und Bestechung, um die Risiken der Haftung, Strafbarkeit, Reputationsverlust sowie finanzielle Nachteile zu vermeiden.

 

Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor

Um den Wertbeitrag des deutschen Rohstoffsektors transparent zu machen und diesem so zu mehr Bekanntheit zu verhelfen, engagieren wir uns in der deutschen Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor (Extractive Industries Transparency Initiative – EITI).

Die internationale „Initiative für Transparenz im Rohstoffsektor“ (EITI: Extractive Industries Transparency Initiative) wurde 2003 gegründet und ist heute eine globale Initiative für mehr Finanz-Transparenz und Rechenschaftspflicht im Rohstoffsektor. Die Initiative wird dabei weltweit von einer zunehmenden Zahl von Regierungen, Unternehmen und NGOs getragen, 44 Länder haben bislang EITI-Berichte vorgelegt. Die Bundesregierung hat nach dem G8-Gipfel im Juni 2013 einen Beitritt Deutschlands untersuchen lassen und mit Kabinettsbeschluss vom 02. Juli 2014 die Vollumsetzung beschlossen. Dabei muss jedes Vollmitglied jährlich einen Bericht vorlegen . Deutschland hat erstmals im August 2017 eine entsprechende Dokumentation eingereicht. Neben den Finanzströmen werden darin umfangreiche Informationen zum deutschen Rohstoffsektor gegeben. Alle Inhalte sind auf einem interaktiven Internetportal öffentlich zugänglich. Insgesamt haben Unternehmen Zahlungen von über 400 Millionen Euro gemeldet. Die berichtenden Unternehmen waren für weit über 90 Prozent der gesamten Menge an geförderten Rohstoffen in den jeweiligen Sektoren verantwortlich. Der diesem Bericht zugrunde liegende D-EITI Implementierungsprozess hat dabei Signalcharakter weit über den heimischen Rohstoffsektor hinaus. Erstmals haben sich im Rahmen eines institutionalisierten Prozesses Vertreter aus Industrie, Politik und Zivilgesellschaft in einer Multi-Stakeholder Gruppe (MSG) einvernehmlich auf ein gemeinsames Ziel, die Veröffentlichung von Finanzströmen, verbindlich verständigt und dieses gemeinsam umgesetzt.

K+S begrüßt EITI als internationale Transparenzinitiative in der Rohstoffgewinnung mit der Zielsetzung der Korruptionsbekämpfung und hat von Beginn an als aktives Mitglied in der MSG an der erfolgreichen Umsetzung der Initiative in Deutschland mitgewirkt. Durch die freiwillige Teilnahme macht K+S wie andere beteiligte Unternehmen ihre steuerlichen Ausgaben transparent und dokumentieren damit ihren verantwortungsvollen Umgang mit Finanzströmen. Der Prozess zeigt zudem, dass die Unternehmen die hohen Standards der Rechenschaftspflicht erfüllen. Dadurch wird auch ein wichtiger Beitrag zu einer Versachlichung der Debatte über Rohstoffgewinnung in Deutschland geleistet.

Global Compact der Vereinten Nationen

K+S bekennt sich ausdrücklich zu den zehn Prinzipien des UN Global Compact der Verantwortung in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Diese spiegeln sich in den Grundwerten und Prinzipien (Code of Conduct) wider, die für alle Mitarbeiter verbindlich sind.