Häufige Fragen zu Markt, Geschäftsentwicklung und Ausblick

Welche Marktposition nimmt K+S ein?

Die K+S Gruppe nimmt in allen Arbeitsgebieten starke Marktpositionen ein. Wir sind:

Bei Kali führend in Europa und weltweit fünftgrößter Produzent
Bei Kalium- und Magnesiumsulfat weltweite Spitzenposition
Bei Stickstoff mit K+S Nitrogen unter den führenden Anbietern in Europa
Bei Salz einer der führenden Anbieter weltweit
Bei untertägiger Entsorgung führend in Deutschland

Wie sehen die Umsatzanteile der Geschäftsbereiche aus?

Die K+S Gruppe hat im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund 5.150,9 Millionen € erzielt. Umsatzaufteilung nach Geschäftsbereichen per 31.12.2011:

Kali- und Magnesiumprodukte 2.131,9 Mio. € (41,4%)
Stickstoffdüngemittel 1.156,8 Mio. € (22,5%)
Salz 1.710,1 Mio. € (33,2%)
Ergänzende Geschäftsbereiche 150,4 Mio. € (2,9%)

Sind alle Geschäftsbereiche profitabel?

Alle Geschäftsbereiche waren im Jahr 2011 profitabel. Dabei lieferte im Jahr 2011 der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte den größten Ergebnisbeitrag, gefolgt vom Geschäftsbereich Salz.


Operatives Ergebnis (EBIT I) nach Geschäftsbereichen per 31.12.2011:

Kali- und Magnesiumprodukte 739,5 Mio. €
Stickstoffdüngemittel 69,4 Mio. €
Salz 211,4 Mio. €
Ergänzende Geschäftsbereiche 17,9 Mio. €

Welche Rolle spielt der US-Dollar?

Wir erzielen einen begrenzten Teil des Gesamtumsatzes und des Ergebnisses in Übersee bzw. im US-Dollar-Raum. Unser Absatzschwerpunkt liegt jedoch in Europa. Durch diese Schwerpunktsetzung sowie den gezielten Abschluss von Sicherungsgeschäften verringern wir den Einfluss des US-Dollars auf den Umsatz und das Ergebnis der K+S Gruppe.

Betreiben Sie Kurssicherung beim US-Dollar?

Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i. d. R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da zum einen die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen, zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet werden und zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S Gruppe führen können. Derzeit treten Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Die geplanten Ergebnisse werden gegen Translationsrisiken gesichert, sofern diese von wesentlicher Bedeutung sind.

Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften wird ein „worst case“ abgesichert, zugleich aber die Chance eröffnet, für einen Teil der Sicherungsgeschäfte an einer besseren Kursentwicklung teilzuhaben.

Für das Jahr 2011 lag der realisierte Kurs des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wie im Vorjahr bei 1,35 USD/EUR inkl. Kosten, der realisierte Kurs für den Geschäftsbereich Salz bei 1,37 USD/EUR nach 1,39 USD/EUR im Vorjahr. Die Sicherungsmaßnahmen führten damit zu einem im Vergleich zum durchschnittlichen USD/EUR -Kassakurs günstigeren Umrechnungskurs nach Prämien.

Für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 Zahlungen zum überwiegenden Teil in kanadischen Dollar (CAD) und zu einem kleineren Teil in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise ein natürlicher Cashflow-Hedge durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Für die verbleibende CAD-Nettoposition ist beabsichtigt, diese entsprechend der oben beschriebenen, generellen Währungssicherungsstrategie zu sichern. Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich das Sicherungsvolumen aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen.

Wie sehen die Eckdaten zum Geschäftsverlauf im ersten Quartal Jahr 2012 aus?

Umsatz des ersten Quartals erreicht 1.438,1 Mio. €
Der Umsatz des ersten Quartals lag mit 1.438,1 Mio. € um 188,8 Mio. € bzw. 12% unter dem Vorjahreswert; dieser Rückgang ist ausschließlich auf witterungsbedingt niedrigere Umsätze im Geschäftsbereich Salz zurückzuführen. Der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte lag leicht über dem Wert des Vorjahres, der Umsatz des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel stieg um rund 10%.

In den ersten drei Monaten entfielen 40% des Umsatzes auf den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte, gefolgt von Salz (32%) und Stickstoffdüngemittel (25%). In Europa erzielten wir einen Umsatzanteil von rund 50%, gefolgt von Nordamerika (25%), Südamerika (12%) und Asien (11%).

EBITDA des ersten Quartals bei 337,0 Mio. €
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des ersten Quartals 2012 ging um 21% auf 337,0 Mio. € zurück (Q1/11: 424,9 Mio. €).

Operatives Ergebnis EBIT I erreicht 281,1 Mio. €
Im ersten Quartal 2012 erreichte das operative Ergebnis EBIT I 281,1 Mio. € und lag damit um 87,3 Mio. € bzw. 24% unter dem Vorjahresquartal. Die im EBIT I berücksichtigten Abschreibungen lagen mit 55,9 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahresquartals (Q1/11: 56,5 Mio. €). Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte konnte sein Ergebnis leicht verbessern, im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel lag es hingegen leicht unter dem Vorjahreswert. Bedingt durch das schwache Auftausalzgeschäft ging das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz gegenüber dem außergewöhnlich guten Vorjahresquartal sehr stark zurück. 

Stabiles Finanzergebnis im ersten Quartal 
Das Finanzergebnis belief sich im ersten Quartal auf −15,0 Mio. € nach −15,2 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Im Finanzergebnis wird neben dem Zinsaufwand für Pensionsrückstellungen (Q1/12: −1,7 Mio. €) auch der Zinsaufwand für sonstige langfristige Rückstellungen, im Wesentlichen Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen (Q1/12: −6,3 Mio. €), ausgewiesen; beide sind nicht zahlungswirksam.

(Bereinigtes) Ergebnis vor Ertragsteuern unter Vorjahr 
Das Ergebnis vor Ertragsteuern erreichte im Berichtsquartal 292,4 Mio. € (Q1/11: 383,4 Mio. €). Bereinigt man das Ergebnis um die Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die nicht bereits im operativen Ergebnis EBIT I erfasst wurden (26,3 Mio. €), ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 266,1 Mio. €; dieses lag um 87,1 Mio. € bzw. 25% unter dem Vorjahreswert. 

(Bereinigtes) Konzernergebnis ebenfalls niedriger
Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte im ersten Quartal 212,2 Mio. € (Q1/11: 283,3 Mio. €). Im Berichtsquartal fiel ein Steueraufwand von insgesamt 80,0 Mio. € an; darin ist ein latenter, d. h. nicht zahlungswirksamer Steuerertrag in Höhe von 10,5 Mio. € enthalten (Q1/11: Steueraufwand von 100,0 Mio. €, davon 11,3 Mio. € latenter Steueraufwand). Das bereinigte Konzernergebnis ging im ersten Quartal um 68,2 Mio. € bzw. 26% auf 193,4 Mio. € zurück. 

Bereinigtes Ergebnis je Aktie im ersten Quartal bei 1,01 € (Q1/11: 1,37 €)
Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte im Berichtsquartal 1,01 € und lag damit rund 26% unter dem Vorjahreswert von 1,37 €. Für die Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,40 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt (Q1/11: 191,20 Mio. Stückaktien).

Zum 31. März 2012 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S Gruppe belief sich Ende März auf 191,40 Mio. Stückaktien.

Der durchschnittliche inländische Konzernsteuersatz lag im ersten Quartal bei 28,4% (Q1/11: 28,3%), die bereinigte Konzernsteuerquote aus fortgeführter Geschäftstätigkeit betrug 27,3% nach 25,9% im Vorjahresquartal.

Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Dabei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

 

 

Wie schätzen Sie die Entwicklung für das Gesamtjahr 2012 ein?

Den aktuellen Ausblick der K+S Gruppe finden Sie hier.