
9. Mai 2007
Die K+S Gruppe ist trotz des milden Winters in Europa und der damit verbundenen negativen Effekte für das Auftausalzgeschäft gut in das Jahr 2007 gestartet. Das erste Quartal war weltweit von einer starken Nachfrage nach Kalidüngemitteln geprägt, die auch durch steigende Preise für Agrarprodukte unterstützt wurde. Das internationale Kalipreisniveau ist weiter angestiegen, so dass der Markt im Jahr 2007 mit höheren Preisen als noch zu Jahresbeginn 2006 gestartet ist. Der witterungsbedingt frühe Beginn der Düngesaison hat auch das Geschäft bei COMPO und fertiva begünstigt.
Dazu sagt Dr. Ralf Bethke, Vorstandsvorsitzender der K+S Aktien-gesellschaft, auf der heutigen Hauptversammlung: „Steigende Preise ermutigen Landwirte weltweit, die ihnen zur Verfügung stehenden Flächen stärker als bisher zu nutzen und auch die Flächenintensität zu erhöhen. Beides erfordert einen höheren Einsatz an Düngemitteln. K+S wird mit ihrer breiten und bedarfsgerechten Produktpalette hiervon überdurchschnittlich profitieren.“
Das operative Ergebnis EBIT I lag im ersten Quartal 2007 mit 103,3 Mio. € um 9,8 Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Spürbare Ergebnissteigerungen in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und COMPO konnten den deutlich geringeren Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs Salz aufgrund des schwachen Auftausalzgeschäfts in Europa noch nicht vollständig ausgleichen. Allerdings zeigt sich hier bereits die positive Ergebnisdynamik des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte.
Das um den Effekt der Marktwertveränderungen bereinigte Konzernergebnis nach Steuern lag im ersten Quartal mit 62,6 Mio. € um 8,6 Mio. € (-12%) unter dem Vorjahreswert. Je Aktie entspricht das bereinigte Ergebnis einem Wert von 1,52 € (Vorjahr: 1,73 €/Aktie).
Das Salzgeschäft wird insbesondere im vierten Quartal maßgeblich von der winterlichen Witterung abhängig sein. Dabei geht K+S sowohl für den europäischen als auch für den nordamerikanischen Markt von mittleren langjährigen Absatzwerten aus, die jedoch den bisherigen Absatzrückstand bei Auftausalz nicht werden ausgleichen können.
Unter den erwarteten Rahmenbedingungen rechnet K+S in diesem Jahr mit einer spürbaren Umsatzsteigerung; diese ist auch begünstigt durch den Konsolidierungseffekt aus der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung der SPL. Das operative Ergebnis der K+S Gruppe sollte in den kommenden drei Quartalen den bisherigen Rückstand nicht nur aufholen, sondern ebenfalls spürbar überkompensieren können.
Der Ausblick berücksichtigt dabei folgende Prämissen: eine weltweit starke Nachfrage nach Kalidüngemitteln, eine signifikante Reserve im zweistelligen Millionenbereich für eventuelle Nachsicherungen wegen des sich weiter abschwächenden US-Dollars, Energiekosten auf dem derzeitigen Niveau sowie ein durchschnittliches Auftausalzgeschäft in Europa und Nordamerika im vierten Quartal.