
Lexikon
...bergmännisch für K+S-Neulinge...
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| A | |
|---|---|
| abbauen | Herstellen eines Grubenbaues in der Lagerstätte |
| abkehren | Ende eines Beschäftigungsverhältnisses |
| Abschlag | Der durch Sprengarbeit gelöste Teil des Gebirgskörpers in einem Grubenbau |
| abteufen | Herstellen eines Schachtes |
| Abwetter | Sammelbegriff für die aus der Grube abzuführende verbrauchte Luft |
| Alter Mann | aufgegebene bzw. nicht mehr benutzte Strecken bzw. alte Abbaue |
| Arschleder | traditionelles dreieckiges Kleidungsstück zum Schutz vor dem Durchwetzen des Hosenbodens bei der Arbeit sowie zum persönlichen Schutz gegen Bodennässe und Kälte beim Sitzen |
| ausfahren | sich nach über Tage begeben |
| abwerfen | Das Außerbetriebsetzen von Grubenbauen, die nicht mehr benötigt werden |
| B | |
| befahren | Fortbewegen unter Tage zu Kontrollzwecken |
| berauben | lose Gesteinsstücke und -schalen aus der Firste, den Stößen oder der Ortsbrust entfernen |
| Bergfeste | Teil der Lagerstätte, den man aus Sicherheitsgründen nicht abbaut |
| Bergkittel | traditionelle Tracht der Bergleute |
| Bergmann | Berufsbezeichnung für einen Menschen, der in einem Bergwerk Rohstoffe fördert |
| Bohrhauer | Bergmann, der Sprenglöcher herstellt |
| Bohrwagen | ein auf ein Fahrwerk montiertes Bohrgerät |
| Brecher | Anlage zum Zerkleinern von Gesteinen, Salzen usw. |
| C | |
| Clausthal-Zellerfeld | Bergstadt im Landkreis Goslar in Niedersachsen, Ansiedlung der Technischen Universität Clausthal und Sitz der Fachschule für Wirtschaft und Technik (FWT), die 1998 die Nachfolge der traditionellen Berg- und Hüttenschule Clausthal antrat |
| D | |
| DOWN UNDER | Kletterpark im Erlebnis Bergwerk Merkers |
| Dünger | K+S Kerngeschäft: Sammelbegriff für Stoffe und Stoffgemische, die in der Landwirtschaft und im Gartenbau dazu dienen, das Nährstoffangebot für die Kulturpflanzen zu erhöhen |
| Deckgebirge | Gebirgsschichten über der Lagerstätte |
| Durchhieb | Strecke, die quer zur Vortriebsrichtung aufgefahren wird |
| E | |
| einfahren | sich nach unter Tage begeben |
| Erlebnisbergwerk | stillgelegtes Bergwerk; kleine Teile einer Bergwerksanlage, die erhalten, ausgebaut, gesichert und mit akustischen und visuellen Attraktionen und Ausstellungsstücken versehen werden |
| Exploration | Erkundung von Lagerstätten |
| F | |
| Fäustel | Hammer mit zwei Schlagbahnen; eines der ältesten Arbeitsgeräte des Bergmannes |
| Fahrung | jegliche Fortbewegung unter Tage |
| Firstanker | Gewindestange zur Absicherung lockerer Gesteinsschichten in der Firste |
| Firste | Jede nach oben begrenzende Fläche („Decke“) |
| Flotation | Aufbereitungsverfahren |
| Flöz | Durch Sedimentation entstandene flächig ausgedehnte Lagerstätte |
| Förderkorb | dient im Bergbau zur Seilfahrt und zur Förderung der im Bergwerk gewonnenen Bodenschätze |
| Förderturm | Konstruktion, die über dem Schacht eines Bergwerkes errichtet wird; markantestes Merkmal desselben |
| Frischwetter | unverbrauchte frische Luft unter Tage |
| G | |
| Gebirgsdruck | Das Wirksamwerden von Spannungen im Gebirge nach dem Auffahren |
| Geleucht | Gesamtheit der in der Grube von den Bergleuten angewandten Leuchtmittel, insbesondere die Grubenlampe als Teil der persönlichen Schutzausrüstung |
| Gewinnung | Herauslösen der Gesteine aus dem natürlichen Gebirgsverbund |
| Glück Auf | Bergmannsgruß mit zwei möglichen Bedeutungen: 1.) Die Bergleute wünschen sich, sie mögen wieder gesund das Tageslicht erblicken. („Glückliche Ausfahrt!“) 2.) Die Bergleute wünschen sich viel Glück und Erfolg bei der Ausbeutung von Lagerstätten. („Glück zu haben, dass sich der Berg auftut“) |
| Grube | Bergwerk, Bergbau, Gewinnungsstätte |
| Gedinge | Vereinbarung über eine für ein bestimmtes Entgelt zu erbringende Arbeitsleistung (Akkord) |
| Gezähe | Werkzeug des Bergmanns |
| Grubenwehr | bergbautypische Hilfsorganisation mit der Aufgabe, bei Grubenunglücken und Bränden einzugreifen. Sie ist den Bergwerken angegliedert und stellt eine Art der Werkfeuerwehr dar. |
| Grubenwarte | an zentraler Stelle im Übertagebetrieb befindliche Überwachungs- und Kommunikationsstelle: Von hier aus werden mit Hilfe der Fernwirktechnik untertage eingesetzte Maschinen und Anlagen beobachtet und überwacht. |
| H | |
| Halde | Aufschüttung von nicht verwertbaren Gesteinen |
| Hauer | Bergmann im Gewinnungsprozess |
| Heilige Barbara | Schutzpatronin der Bergleute sowie der Artillerie; Barbaratag ist der 04. Dezember |
| Heißlöseverfahren | traditionelles Verfahren zur Herstellung von Kalidüngemitteln |
| Helmfarbe | gelb: Bergmann rot: Grubenwehr grün: Elektriker blau: Schlosser orange: Sicherheitsmann weiß: Aufsicht grau: Besucher |
| Hunt | Förderwagen auf Schienen |
| J | |
| Jungbergmann | traditioneller Begriff für einen jugendlichen Facharbeiter; heute: Bergbautechnologe/Bergbautechnologin |
| K | |
| Kalimandscharo | Halden des Kalibergbaus |
| Kaue | übertage gelegene Umkleideräume |
| Kumpel | umgangssprachliche Bezeichnung für den Bergmann |
| L | |
| Lader | Baumaschine zum Laden und Transportieren von Rohstoffen über kurze Strecken |
| Lampenstube | Raum zur Aufbewahrung, Ausgabe, Reparatur und zum Aufladen der Grubenlampen |
| Lutte | Rohrleitungsstück, flexibel oder starr aus Kunststoff oder Stahlblech, für Bewetterungszwecke (Belüftung) |
| M | |
| Markscheide | Grenze eines Grubenfeldes, Grenze zwischen Grubenfeldern |
| Markscheider | amtlich bestellter Bergvermessungsingenieur |
| Mächtigkeit | Dicke einer Gesteinsschicht |
| Monte Kali | Halde des Kalibergbaus |
| Mundloch | Anfang/Ende eines Stollens an der Tagesoberfläche |
| N | |
| Nebengestein | Gestein um die Lagerstätte |
| O | |
| Ort | Die Stelle, wo abgebaut oder eine Strecke vorgetrieben wird („vor Ort“) |
| Ortsbrust | Wand am Ende einer Strecke, an der Vortrieb stattfindet oder stattgefunden hat |
| P | |
| Pfeiler | Bergfeste zum Tragen und Stützen des Deckgebirges |
| Packen | Gesteinsschicht im Flöz oder zwischen Flöz und Nebengestein |
| Q | |
| Querort | Strecke, die quer zur Vortriebsrichtung aufgefahren wird |
| R | |
| Revier | eine der Aufsicht eines Steigers unterstehende Gewinnungsabteilung des Grubengebäudes |
| Rollloch | stark geneigter Grubenbau von geringem Querschnitt zur Förderung von Haufwerk |
| Riss | Zeichnerische Darstellung der Grubenbaue |
| S | |
| Schacht | Grubenbau, mit dem die Lagerstätte von der Tagesoberfläche her erschlossen wird |
| Schlägel und Eisen | Symbol für den Bergbau; im historischen Bergbau grundlegende Werkzeuge des Bergmanns |
| Seilfahrt | Personenbeförderung im Schacht; Ein- und Ausfahrt der Bergleute in einen Schacht mit dem Förderkorb |
| Sohle | 1.) „Grubenfußboden“ 2.) Die einzelnen Etagen eines Bergwerkes |
| Steiger | Verantwortliche Aufsichtsperson im Bergbau |
| Steigerlied | „Glück auf, der Steiger kommt“, Bergmannslied, welches ins deutsche Volksliedgut eingegangen ist |
| Stollen | Strecke mit einem Mundloch an der Tagesoberfläche |
| Stoß | seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaues (Wände) |
| Strecke | alle untertägigen Grubenbaue außer Schächte |
| Selbstretter | Atemschutzgerät, das den Träger für eine bestimmte Zeit von der Umgebungsluft unabhängig macht |
| Sprengbohrloch | zylindrischer Hohlraum im Gebirge, Bohrlöcher bis 60 mm Durchmesser werden für die Sprengarbeit benötigt |
| Sprengfahrzeug | Fahrzeug für den Transport von Sprengmitteln zur Sprengstelle |
| T | |
| Teufe | Tiefenangabe |
| Tzscherpermahlzeit | Rustikales Bergmannsessen |
| U | |
| über Tage | Alle Bergwerksanlagen über der Erdoberfläche |
| unter Tage | Alle Bergwerksanlagen unter der Erdoberfläche |
| unverritzt | vom Bergbau unberührt |
| V | |
| Versatz | Verfüllung eines durch den Abbau entstandenen Hohlraums |
| vor Ort | untertägige Arbeitsstelle, insbesondere im Streckenvortrieb (siehe Ortsbrust) |
| Vortrieb | Herstellung einer Strecke im anstehenden Gebirge |
| W | |
| Wetter | sämtliche Luft unter Tage |
| Wetterführung | Verteilung der Wetter auf die verschiedenen Bereiche eines Bergwerkes |
| Z | |
| zünden | Einleiten und Ablauf des Zündvorganges beim Sprengen |
| Zündmaschine | Gerät zum Erzeugen des Stroms für die Sprengung |



