
Im Jahr 2006 habe ich meine Ausbildung im Werk Werra der K+S KALI GmbH begonnen. Meine Ausbildung war in zwei Phasen untergliedert. Erst habe ich zwei Jahre lang den Beruf Produktionsfachkraft für Chemie erlernt. Da ich einen guten Abschluss gemacht habe, hatte ich die Chance, in weiteren eineinhalb Jahren den Beruf des Chemikanten zu erlernen. Nach einer vorgezogenen Abschlussprüfung habe ich die Ausbildung 2009 abgeschlossen.
Zurzeit gibt es bei K+S in der Chemierichtung nur den Ausbildungsberuf Chemikant. Das heißt, jetzt geht die Lehre von Anfang an dreieinhalb Jahre. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn durch die Vielseitigkeit des Berufes wird es nie langweilig!
Die Bezeichnung des Berufes Chemikant spiegelt allerdings nicht unbedingt die Inhalte wieder. Viele junge Leute, die sich als Chemikant bei K+S bewerben, denken, dass es ein Beruf sei, bei dem man sich nur im Labor mit Chemikalien beschäftigt. Aber das stimmt nicht. Klar spielt das Labor eine wichtige Rolle, aber es sind auch viele andere Aspekte wichtig, wie z.B. physikalische oder elektrotechnische Kenntnisse.
Der Ausbildungsberuf ist in viele Grundpraktiken unterteilt. So war ich neben dem Labor z.B. auch in der Lehrwerkstatt zum Metall- und Elektropraktikum und zum Praktikum Prozessleittechnik. In der Fabrik wird die Verfahrenstechnik gelehrt; dort ist auch der spätere Arbeitsplatz. Man lernt unterschiedlichste physikalische und chemische Vorgänge kennen. Der Beruf macht dadurch sehr viel Spaß.
Ich muss gestehen, dass dieser Beruf nicht meine „erste Wahl“ war – ich wusste einfach zu wenig darüber. Ich bereue meine Entscheidung jedoch keine Sekunde! Für junge Menschen, die interessante Tätigkeiten und einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag wollen, ist der Ausbildungsberuf Chemikant bei K+S perfekt!



