Finanzierungsstrategie

Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S Gruppe gehört es,

  • die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern,
  • die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten und zu optimieren sowie
  • finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren.

Im Cashmanagement konzentrieren wir uns auf die Steuerung unserer Liquidität sowie die Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns. Um die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten bzw. zu optimieren, streben wir für die K+S Gruppe nachhaltig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein „Investment Grade“ Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Innerhalb der durch die angestrebte Bonität vorgegebenen Möglichkeiten sollen die Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital optimiert werden. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand folgender Kennzahlen vorgenommen:

Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur

  Zielkorridor Wert 2010 Wert 2009 Wert 2008
Nettoverschuldung / EBITDA 1,0 bis 1,5 0,8 2,4 0,4
Nettoverschuldung / Eigenkapital (in %) 50 bis 100 27,6 64,5 33,2
Eigenkapitalquote (in %) 35 bis 45 47,6 40,1 49,5

Vor dem Hintergrund des deutlich gestiegenen Ergebnisniveaus und der Rückführung der Nettoverschuldung konnten die gesetzten Ziele für die Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur wieder erreicht und per 31. Dezember 2010 sogar übererfüllt werden. Angesichts der bevorstehenden Investitionen in das Werra-Maßnahmenpaket sowie den Ausbau unserer Kalikapazitäten in Kanada (Erwerb von Potash One) bildet diese solide Kapitalstruktur eine sehr gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung der K+S Gruppe.

Das Währungs- und Zinsmanagement des Konzerns wird zentral für alle Konzerngesellschaften vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen und zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt.